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EU-Parlament überwiegend für neue Züchtungstechniken

Eigenes Gesetz zur Förderung alternativer Verfahren gefordert

Das EU-Parlament ist gegenüber neuen genomischen Verfahren (NGT) deutlich aufgeschlossener als gegenüber der traditionellen Gentechnik. Eine Mehrheit aus fast allen Fraktionen im Europaparlament sieht große Chancen für die Landwirtschaft durch NGT. Nur die Grünen sind dagegen.

Eine gezielte Kreuzung mithilfe der Genschere würde neue Sorten hervorbringen, die gegen Krankheiten resistent sind oder die Pflanzen beständiger gegen die Trockenheit machen, waren sich die meisten EU-Parlamentarier einig. Die Abgeordneten forderten deshalb ein eigenes Gesetz, um Verfahren wie CRISPR/Cas zu fördern. Mit der 20 Jahre alten EU-Freisetzungsrichtlinie für die Gentechnik könnten die neuen Züchtungsmethoden allerdings kaum geregelt werden, erklärte Herbert Dorfmann von der Fraktion der Christdemokraten. Der Europaabgeordnete aus Südtirol warnte vor einer Abwanderung der forschenden Saatguthersteller, wenn die EU die Entwicklung von NGT weiterhin behindere. Ein entsprechender Entscheid würde auch für die Tierzucht wesentliche Vorteile bringen.                                   Quelle: AIZ

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