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Tiertransporte: Öffentliche Anhörung im EU-Parlament

Die ZAR berichtete über die aktuelle Situation im Tiertransport

Tiertransporte: Öffentliche Anhörung im EU-Parlament

Simone Steiner berichtete anhand von Fotos und Videos der Türkeireise darüber, wie Zuchttiertransporte aus Österreich durchgeführt werden und welche Erlässe und Standards in Österreich gelten, um das Tierwohl bis zum Bestimmungsort sicher zu stellen.  

 

Simone Steiner (ZAR) berichtete am 15. Juli 2021 im Sonderausschuss für Tiertransporte (ANIT) im Europaparlament über das heimische Erfolgsmodell von Lebendtiertransporten von Zuchtrindern in Nicht-EU-Staaten.

"Transparenz und Kontrolle sind für das Wohl der Tiere beim Transport entscheidend", betonte Steiner. "Ausfuhren von Nutztieren in Nicht-EU-Staaten zur dortigen Schlachtung haben in einem Europa des Green Deals keinen Platz mehr. Der Transport von Zuchttieren in Nicht-EU-Staaten ist jedoch nachvollziehbar und soll weiterhin erlaubt sein, denn unsere gute Zuchtgenetik ist über die Grenzen Europas hinaus begehrt und wird auch gebraucht. Allerdings müssen hier immer die höchsten Tierwohlstandards gelten", sagte Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin und Vertreterin der ÖVP im Sonderausschuss für Tiertransporte im Europaparlament.

 

Tiertransporte: Öffentliche Anhörung im EU-Parlament

Simone Schmiedtbauer ist als Delegierte der ÖVP im Sonderausschuss für Tiertransporte im Europaparlament vertreten. Sie ermöglichte der ZAR, dass die österreichischen Erfahrungen im Zuchtvieh- und Kälberexport dem Ausschuss präsentiert werden konnten.  

 

Höchste Standards bei Tiertransporten beginnen laut Schmiedtbauer bei der Vorbereitung der Transporte und der Nutzung neuester technischer Möglichkeiten bei der Routenplanung, zum Beispiel um möglichst schonende Temperaturen sicherstellen zu können.

"In Österreich gibt es dafür ein Wetterportal in Zusammenarbeit mit der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Ähnliche Systeme sollten Standard für alle Tiertransporte in Europa und in Nicht-EU-Staaten werden", sagte Schmiedtbauer. Es brauche eine engere Kooperation in Europa und die Bereitschaft, voneinander zu lernen, so die Europaparlamentarierin.

Zur Entstehung: Am 19. Dezember 2020 beschloss das Europäische Parlament die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Prüfung von mutmaßlichen Verstößen bei der Anwendung von EU-Rechtsvorschriften zum Schutz von Tieren beim Transport und damit verbundenen Vorgängen innerhalb und außerhalb der EU (ANIT-Ausschuss). Während des zwölfmonatigen Mandats untersucht der Ausschuss mit seinen 30 Mitgliedern mutmaßliche Verstöße mit unterschiedlichen Methoden. Unter anderem wird der Ausschuss Anhörungen mit Sachverständigen veranstalten, dazu Zeugen einladen, Dokumente anfordern und, falls erforderlich, Informationsreisen unternehmen. Untersuchungen werden innerhalb dieser zwölf Monate mit der Vorlage eines Abschlussberichts abgeschlossen.

 

 

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