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Almauftrieb in Österreich 2020

Im Jahr 2020 wurden in Österreich 8.081 Almen mit einer Almfutterfläche von rund 310.600 ha bewirtschaftet.

Almauftrieb in Österreich 2020

Entwicklung der Almfutterfläche in Hektar sowie die Anzahl der Almen in den vergangenen 20 Jahren. Ging die Anzahl der Almen binnen 20 Jahren um rund 1.000 (-11,8%) zurück, so hat sich die Almfutterfläche von 575.000 Hektar auf 310.000 Hektar fast halbiert (-46,0%).

Grafik: ZAR, Quelle: BMLRT/Hofer

 

Es wurden rund 262.800 GVE von rund 24.300 Betrieben gealpt. Bei den Rindern mit 301.900 gealpten Stück und im speziellen bei den Milchkühen mit 49.800 Stück gab es faktisch keine Änderungen im Vergleich zu 2019. Die Zahl der Almen mit Behirtung nimmt jährlich zu. 2020 wiesen 60% der Almen eine Behirtung auf.

Parallel dazu stieg auch die Zahl der Hirtinnen und Hirten (2020: rund 7.200 Personen). Was die Behirtung betrifft, gibt es nach Bundesländern erhebliche Unterschiede: Während in Vorarlberg 97% und in Tirol 87% der Almen behirtet werden, ist das in Kärnten nur auf 29% der Almen der Fall.

Der Alpungsanteil liegt österreichweit bei den Schafen mit fast 30% am höchsten, wobei Tirol mit 82% herausragt. 16% der Rinder werden gealpt, bei den Milchkühen sind es fast 10%. Von den im INVEKOS erfassten Pferden verbringen 16% den Sommer auf der Alm, bei den Ziegen liegt dieser Anteil bei 12%. Die drei Bundesländer mit den höchsten Alpungsanteilen sind Tirol, Vorarlberg und Salzburg.

Mit der Einigung auf den europäischen Finanzplan im Juli 2020 und dem Beschluss der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik der EU im Oktober 2020 sind die Eckpunkte für dir neue GAP-Periode von 2023 bis 2027 fixiert. An den Eckpunkten der bisherigen Almförderung wird festgehalten. Damit ist auch die Unterstützung und Leistungsabgeltung für die Almbetriebe weiterhin gesichert. An der detaillierten Ausgestaltung der angebotenen Fördermaßnahmen wird intensiv gearbeitet. Die Einreichung des nationalen GAP-Strategieplans ist nach Vorliegen der finalen EU-Rechtstexte für Mitte 2021 geplant.

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