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Kalbfleischstrategie in Umsetzung

Österreich gehört zu den Ländern mit den höchsten Tierwohl- und Lebensmittelstandards.

Kalbfleischstrategie in Umsetzung

V.l.: Zu Besuch am Milchproduktionsbetrieb von Rupert Oberholzner in Elixhausen, Salzburg, mit ZAR-Obmann Stefan Lindner und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger.

 

Um die Kälbertransporte in EU-Staaten zu reduzieren, ist die österreichische Kalbfleischstrategie im "Pakt für mehr Tierwohl in der produzierenden Landwirtschaft" verankert. Zentrale Elemente sind dabei die Aufnahme der Qualitätsstandards "Vollmilchkalb" und "Kalb rosé" ins AMA-Gütesiegel und die Ausweitung der bestehenden Förderung für die Erzeugung von Qualitätsrindfleisch ("Qplus Rind") auf die Kälbermast. "Dieses Programm starten wir jetzt. Die Kalbfleischstrategie ist unser Weg, wie wir Tierwohlstandards erhöhen und gleichzeitig unsere Eigenversorgung absichern", so Köstinger.

Tiertransporte reduzieren

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl geschlachteter Kälber in Österreich fast halbiert (2000: rund 105.000 Stück; 2019: 55.000 Stück). Im Jahr 2018 wurde mehr als doppelt so viel Kalbfleisch importiert wie österreichische Kälber exportiert wurden. Umgerechnet sind das mehr als 100.000 Kälber, die in Form von Kalbfleisch eingeführt, und beinahe 50.000 Tiere, die lebend aus dem Land exportiert wurden. Der Grund dafür ist, dass etwa niederländisches Kalbfleisch um die Hälfte günstiger ist als österreichisches. "Die Kalbfleischstrategie ist ein höchst notwendiger Schritt, um die heimische Produktion zu stärken und die Wertschöpfung im eigenen Land abzusichern. Wollen wir eine nachhaltige Kalbfleischerzeugung forcieren, müssen wir eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung bis auf den Teller umsetzen", unterstreicht Stefan Lindner, Obmann der RINDERZUCHT AUSTRIA.

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