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Tiertransporte im Fokus der ZAR

Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter - ZAR machte sich im vergangenen Jahr ein objektives Bild eines Langstreckentransortes für Kälber ins spanische Vic sowie für Zuchtrinder nach Baku, Aserbaidschan. Beide Langstreckentransporte stehen ab sofort als Kurzfilme zur Verfügung.

    Tiertransporte und im Besonderen Kälbertransporte sind derzeit im mitteleuropäischen Raum ein intensiv diskutiertes Thema. Insbesondere in den sozialen Medien kursieren Fotos und vor allem Videos, deren Authentizität und Herkunft nur schwer rückverfolgbar sind. Diese Ausgangslage nahm sich die ZAR und die ARGE Rind zum Anlass, mit drei ihrer Mitarbeiter einen zuletzt unter Kritik stehenden Kälbertransport nach Spanien genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Transport startete am Montag um 22:45 Uhr über den Brenner vorbei an Bozen, Trient, Verona, Savona (einstündige Pause), Nizza, Montpellier und schließlich nach dem von Barcelona eine Autostunde entfernten Vic. Die Tiere kamen wohlbehalten und in sehr guter Kondition bei ihrem Bestimmungsort an. Der Geschäftsführer der EZG, Ing. Franz Zehentner, ist in Zusammenarbeit mit dem Inhaber von Bozen Import, Moritz Lintner, unter anderem dafür verantwortlich, dass die Kälber mit einem Mindestalter von 14 Tagen mindestens 6 Stunden vor der geplanten Abfahrt angeliefert und mit Milchaustauscher versorgt werden. Diese beiden Herren begleiteten gemeinsam mit Dr. Simone Steiner und Lukas Kalcher (beide ZAR) den Transport nach Spanien. Der gesamte Transport entspricht exakt der EU-Tiertransportverordnung (EU) 1/2005 für den Langstreckentransport. Währenddessen kontrolliert die Veterinärbehörde alle Transportpapiere und stellt bei Erfüllen der strengen Anforderungen ein gültiges Zertifikat aus. Der LKW wird noch mit ausreichend Stroh und Sägespänen eingestreut, bis schlussendlich die Tiere kurz vor der Abfahrt verladen werden. Die Zusammenfassung der Dokumentation erhalten Sie im nachfolgenden Kurzfilm:

Kurzfilm zum Thema Kälbertransport

Der RINDERZUCHT AUSTRIA begleitete ein paar Monate später im November 2019 einen Langstreckentransport von Freistadt, OÖ, nach Baku, Aserbaidschan. Die Tierärztin Dr. Simone Steiner und DI Lukas Kalcher begleiteten mit Unterstützung des ehemaligen Amtstierarztes des Bezirks Ried, Heinrich Breuer und Andreas Wurzinger von der NÖ Genetik den Transport. Christian Schweinzer von der Firma Schalk-Nutztiere GmbH, der den Transport organisierte, stand bei der Planung mit Rat und Tat zur Seite. Besonders im Fokus der Reise stand die Ausstattung der Kontrollstellen in Russland sowie die Versorgung und das Wohlbefinden der Tiere auf der sieben Tage dauernden Reise über Polen nach Wjasma in der Region Smolensks und Grozny in Tschetschenien nach Baku. Im rund achtminütigen Film erfahren Sie, wie es den trächtigen Zuchtkalbinnen auf der siebentägigen Reise von Österreich ins 4.500 km entfernte Aserbaidschan ergangen ist.

Filmtipp: Kurzfilm zum Thema Langstreckentransport für Zuchtrinder

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