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Rinderbestand leicht gesunken

Per 1. Juni 2020 wurden in Österreich rund 1,88 Mio. Rinder gehalten, das waren um 1,5 % bzw. 29.000 Tiere weniger als noch vor einem Jahr.

Rinderbestand leicht gesunken

Überblick über die 1.922 der insgesamt 2.117 Gemeinden in Österreich, in denen Rinder gehalten werden.  

Die Anzahl an Jungvieh unter einem Jahr sank gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 588.000 Tiere. Der Bestand der Schlachtkälber verringerte sich dabei um 0,8 Prozent auf 145.000 und jener der anderen Kälber sowie Jungrinder um 1,5 Prozent auf 443.000 Tiere.

Rinder älter als zwei Jahre nahmen gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Prozent auf 841.000 Tiere ab. Bis auf Stiere und Ochsen (+3,3 Prozent auf 18.700) wurden in allen weiteren Kategorien Bestandsrückgänge verzeichnet. So fiel die Zahl der Milchkühe um 0,4 Prozent auf 523.000 und jene der anderen Kühe um 3,8 Prozent auf 193.000. Der Bestand an Nutz- und Zuchtkalbinnen verringerte sich um 3,1 Prozent auf 88.300, jener an Schlachtkalbinnen um 1,1 Prozent auf 17.700 Tiere.

Die Zahl der Rinder haltenden Betriebe lag am Stichtag bei 55.800 und ging somit gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent zurück, wobei die durchschnittliche Bestandsdichte erneut bei 33 Tieren je Betrieb lag. Die Rasse Fleckvieh stellt mit 1,4 Mio. Tieren und mit einem Anteil von 75,1 % den stärksten Rassenblock. Die Rasse Holstein kommt auf 7,2 %, es folgen die Rassen Braunvieh (6,1 %), Pinzgauer (2,0 %), Limousin (1,8 %), Charolais und Murbodner mit jeweils einem Anteil von 1,1 % sowie dem Tiroler Grauvieh mit 0,9 %.

Rinderbestand leicht gesunken

Ein guter Almsommer ging am Rosenkranzsamstag für Almbauer Georg Neuhauser zu Ende. Trotz schlechter Wettervorhersage konnte das Almvieh von der Baumbachalm, Bezirk Kufstein, noch bei gutem Wetter vor Beginn des Regens auf den heimatlichen Rinnergschwendhof in Brandenberg, Tirol, nach Hause getrieben werden. 

In über 90% der österreichischen Gemeinden werden Rinder gehalten. Laut einer Auswertung des BMLRT/Otto Hofer werden in 1.922 der insgesamt 2.117 Gemeinden in Österreich Rinder gehalten, dh in 91% aller Gemeinden.

Das Fleckvieh schafft in 1.422 Gemeinden die absolute Mehrheit - nämlich einen Anteil über 50%. In 224 Gemeinden (rot markiert) erreicht keine der gehaltenen Rassen über 50%. Meist verteilen sich in diesen Gebieten die Rinder auf die Rassen Braunvieh, Holstein Friesian und Fleckvieh.

Seltener kommen auch die Rassen Grauvieh und Pinzgauer vor. In 256 Gemeinden liegen andere Rassen vorne Lediglich in 13% aller rinderhaltenden Gemeinden erreichen andere Rassen einen relativen Anteil von mehr als 50%. Hier sind vor allem die im Westen Österreichs dominierenden Rassen Braunvieh (85 Gemeinden) und das Grauvieh (22 Gemeinden) anzuführen.

Die Rasse Friesian (Holstein und Red Friesan) schafft in 46 Gemeinden eine Mehrheit und das Angusrind in 22 vorwiegend im Osten liegenden Gemeinden. Die einst bedeutenden Rassen Murbodner und Pinzgauer sind nur mehr in sechs bzw. fünf Gemeinden vorherrschend. In 69 Gemeinden erreicht die Summe der sonstigen Rassen eine relative Mehrheit, bei meist sehr niedrigen Rinderbeständen. Von den mehr als 70 Rinderrassen, die in Österreich gehalten werden, erreichen knapp zehn Rassen eine Population von mehr als 15.000 Tieren, das sind 96% aller in Österreich gehaltenen Rinder. Die übrigen Rinderrassen verteilen sich auf die verbleibenden 4%. Mit der Maßnahme Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen im ÖPUL werden gezielt die Bestände seltener Rinderrassen gefördert. In Summe waren dies im Jahr 2019  24 934 beantragte Rinder, davon 7 225 Pinzgauer, 5 928 Murbodner und 5 060 Stk. Tiroler Grauvieh.

 

Rinderbestand leicht gesunken

Österreich liegt mit 1,88 Mio. Rindern EU-weit (EU-27) an der zehnten Stelle.

 

Rinderbestände in der EU

Innerhalb der Europäischen Union (EU-27) wurden per 1 Dezember 2019 77,137 Mio. Rinder gehalten, damit um 0,9% bzw. 702.000 Stk. weniger als im Vorjahresvergleich. Der Anteil der Rinder, die in Österreich gehalten werden, liegt bei 2,4% und damit an 10. Stelle, noch vor den Ländern Portugal, Dänemark und Schweden. Die rinderstärksten Mitgliedsländer sind Frankreich  mit 18,2 Mio. Tieren (23,5%), gefolgt von Deutschland mit 11,6 Mio. (15,1%) und Spanien mit 6,6 Mio. Rindern (8,6%).         

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