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Rinderbesamungen: Leichtes Minus zum Vorjahr

Die jährliche Besamungsdatenerhebung der ZAR ergab für das Jahr 2019 1,277 Mio. verkaufte Besamungen, 12.000 Portionen bzw. um 0,9% weniger als im Vergleich des Vorjahres.

Rinderbesamungen: Leichtes Minus zum Vorjahr

Samenabsatz nach Rassen: 69,5% der Samenportionen wurden im Jahr 2019 von Fleckviehstieren abgesetzt, 9,1% von Weißblauen Belgiern und 6,9% von der Rasse Holstein.

Die meisten Portionen wurden mit 887.000 (70%) von der Rasse Fleckvieh abgesetzt, 116.000 von Weißblauen Belgiern (9%), 88.000 der Rasse Holstein (7%) sowie 77.000 (6%) von Braunviehstieren.

In Bezug auf die Rassen gab es die größten Rückgänge beim Fleckvieh (-17.300; -2%), beim Braunvieh (-3.800; -4,8%) sowie bei Charolais (-700; -5%). Die größten Zuwächse beim Samenabsatz weisen die Rassen Weißblaue Belgier (+8.200; +7,5%), Limousin (+700; +1,7%) sowie bei den Rassen Pinzgauer (+450; +3%) und Angus (+450; +7,5%) auf.

Der Anteil der in Österreich abgesetzter Samenportionen, die auch aus Österreich stammen, beträgt etwas mehr als die Hälfte (53,3%), ging aber um 1,9% zurück. Den höchsten heimischen Anteil haben die Rassen Murbodner, Tuxer, Tiroler Grauvieh und Waldviertler Blondvieh mit rein österreichischer Herkunft (100,0%). Ebenso die Rassen Pinzgauer (98,4%), Charolais (85%) und Limousin (74%). Am wenigsten Österreich-Anteil wurde für die Rassen Montbéliarde (0,0%), Jersey (0,0%), Holstein (18%) und Braunvieh (29%) angegeben.

Rinderbesamungen: Leichtes Minus zum Vorjahr

Absatz von Samenportionen nach Besamungsdienstleister. Mehr als zwei Drittel der Samenportionen werden über GENOSTAR bzw. die OÖ Besamungsstation Hohenzell vermarktet.

 

Beim Samenabsatz nach Besamungsdienstleister kommt das Unternehmen GENOSTAR mit den beiden Standorten in Bergland (245.000; 19,2%) und in Gleisdorf (205.000; 16,1%) für insgesamt 35,3% aller abgesetzten Portionen auf, 32,4% bzw. 401.000 wurden von der OÖ Besamungsstation Hohenzell abgesetzt. Diese drei Stationen sind für über zwei Drittel des gesamten Samenabsatzes in Österreich verantwortlich.

Weiters das Samendepot der Rinderzucht Tirol (160.000; 12,9%), das Samendepot der Landwirtschaftskammer Salzburg (89.000; 7,0%), das Samendepot der Landwirtschaftskammer Kärnten (87.000; 6,8%), das Samendepot von Vorarlberg Rind (41.000; 3,2%), das Samendepot des Rinderzuchtverbandes Vöcklabruck (39.000; 3,0%) sowie jenes der Landwirtschaftskammer Burgenland (5.000; 0,4%).

Österreichweit gibt es derzeit fünf Besamungsstationen sowie 12 Samendepots, die für den Innergemeinschaftlichen Handel (IGH) lt. EU RL 88/407 zugelassen sind.

Rinderbesamungen: Leichtes Minus zum Vorjahr

Entwicklung der Besamungen in Österreich, durchgeführt von den Berufsgruppen EigenbestandsbesamerInnen (EB), BesamungstechnikerInnen und TierärztInnen.

 

 

Besamungen

Die Besamungsdichte, errechnet aus der Anzahl aller Besamungen in Österreich, die bei den aktuell 454.895 (-0,21%) Kontrollkühen der Milch- und Fleischleistungskontrolle durchgeführt wird, lag im Jahr 2019 bei 94,6% und ist damit um 2/10 Prozentpunkte gesunken. Die restlichen 5,4% erfolgten über den Natursprung.

Insgesamt wurden 1,221 Mio. Besamungen durchgeführt (-1,8%). Im Jahr 2018 haben erstmals die Besamungen durch EigenbestandsbesamerInnen jene der TierärztInnen überholt. Im Jahr 2019 hat sich dieser Trend fortgesetzt. So wurden 51,5% aller Besamungen von EigenbestandsbesamerInnen (+2,7%) durchgeführt, 44,1% von TierärtzInnen (-5,2%) und 4,4% durch BesamungstechnikerInnen (-13,5%).

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