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Einvernehmliches Miteinander auf der Alm

Die tödliche Kuhattacke einer deutschen Wanderin im Juli 2014 im Stubaier Pinnistal fand nun durch das Urteil des Obersten Gerichtshofes seine Letztentscheidung.

Der betroffene Landwirt bekam aufgrund der Gefährlichkeit seiner Mutterkühe eine Teilschuld am Tod der 45-jährigen Wanderin, die mit dem Hund unterwegs war, zugesprochen. Monatliche Rentenzahlungen an Ehemann und Sohn sowie Schadenersatz kommen nun auf den Tiroler Landwirt zu. Das Kuhurteil in mehreren Instanzen rief vor allem innerhalb der Bauernschaft und Grundbesitzer heftige Diskussionen hervor, die bis zur Abriegelung und Einzäunung der eigenen Weide- und Almflächen ging. Durch engagierte Intervention der Interessenvertretungen kam es zu einer Änderung im ABGB und Almschutzgesetz, die stärker auf die Eigenverantwortung der Almbesucherinnen und Besucher setzen und somit die Bauernschaft von einer Klagsflut schützen. Versicherungslösungen sowie verstärkte Aufklärung mithilfe von Hinweistafeln und Infomaterial sollen weiters ein gutes Miteinander auf den Almen sichern.

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