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Tiertransporte im Fokus der Öffentlichkeit

Tiertransporte im Fokus der Öffentlichkeit

ZAR-Obmann Stefan Lindner

Liebe Züchterinnen und Züchter!

Das Thema Tiertransport wird derzeit sehr intensiv diskutiert. Die kursierenden Bilder und Videos aus dem Libanon gefallen uns als verantwortungsvolle TierhalterInnen nicht. Diese Bilder sind durch nichts zu entschuldigen. Leider werden auch die heimischen Tierhalter und Organisationen von diesen Berichten miterfasst.

Die Bauernschaft darf sich aber jetzt nicht an derartigen Hetzkampagnen, wie es derzeit gegen uns stattfindet, beteiligen. In der aktuellen Diskussion geht verloren, dass wir alle, die österreichischen RinderhalterInnen und RinderzüchterInnen, Tag für Tag einen sehr guten Job machen. Wer sich für den Beruf Bauer entschieden hat, hat sich auch gleichzeitig für den respekt- und verantwortungsvollen Umgang mit unseren Tieren entschieden. Auch die Kälber- und Zuchtrindertransporte, die wir über die ZAR mitbegleitet und dokumentiert haben, verliefen höchst professionell. An dieser Stelle darf ich meinen Dank an alle Beteiligten aussprechen. An die BäuerInnen, die die Tiere zu den Sammelstellen bringen, an die MitarbeiterInnen der Vermarktungsorganisationen, welche die Kälber und Zuchtrinder behutsam versorgen und an die Exportfirmen, die unter Einhaltung der strengen gesetzlichen Regelungen die Tiere wohlbehalten zu ihren Bestimmungsorten bringen.

Der freie Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union geht auch in die andere Richtung. Dieser bringt uns über zwei Drittel des in Österreich verzehrten Kalbfleisches. Hier sind wir als KonsumentInnen gefordert, den Kauf von heimischen regionalen Kalbfleisch zu unterstützten. Das AMA-Gütesiegel sowie einige etablierte regionale Qualitätsfleischprogramme liefern hier schon jetzt einen wertvollen Beitrag. Wir fordern eine klare und durchgängige Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten in der Lebensmittelverarbeitung bis hin zur Gastronomie. Nur so kann sich der Konsument ein klares Bild über die Herkunft seiner Speisen machen. Der österreichische Weg der Rinderzucht kann nur dann abgesichert werden, wenn der österreichische Produktionsstandard auch für die importierten Lebensmittel als Mindeststandard gilt. Dieser Nachhaltigkeitsgedanke muss sich auch auf unseren Tellern wiederfinden!                                                                               

Euer Stefan Lindner

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