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EU: Erzeugermilchpreise konnten im November leicht zulegen

Nach einem leichten Rückgang im Oktober 2019 konnten die EU-Erzeugermilchpreise im November wieder etwas zulegen.

Führende europäische Molkereien zahlten ihren Lieferanten im Mittel 33,73 Cent netto/kg Rohmilch. Das entspricht im Vergleich mit dem Vormonat einem Plus von 0,22 Cent. Gleichzeitig wurde das Vorjahresniveau um 1,09 Cent oder 3,1% unterschritten. Dies geht aus der jüngsten Preiserhebung des niederländischen Landwirteverbandes LTO hervor. Zum Vergleich: In Österreich stiegen die Erzeugermilchpreise im November im Schnitt um 0,13 Cent auf 36,09 Cent/kg netto (bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß).

Der LTO-Durchschnittswert wird bekanntlich monatlich auf Basis der Auszahlungsleistungen von 16 marktführenden Milchverarbeitern in Nord- wie auch Mitteleuropa für Standardmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß errechnet. Der Durchschnittspreis beruht auf einer jährlichen Anlieferung von 1 Mio. kg.

Vorerst keine größeren Bewegungen beim Erzeugerpreis erwartet

Von den im LTO-Vergleich erfassten europäischen Molkereien ließen im November acht ihren Erzeugerpreis gegenüber dem Vormonat unverändert, vier Verarbeiter (vor allem französische) nahmen eine Absenkung vor. Gleichzeitig sorgten die irischen Molkereien Dairygold (+1 Cent), Glanbia (+2,9 Cent) und Kerry (+1 Cent) mit höheren Auszahlungen für eine Anhebung des europäischen Durchschnittswerts.

Für Dezember 2019 und Jänner 2020 meldete der dänische Molkereiriese Arla einen unveränderten Erzeugermilchpreis, während FrieslandCampina in den Niederlanden im Dezember ein Plus von 0,9 Cent und für Jänner (aufgrund von Änderungen im Abrechnungssystem) ein Minus von 1,2 Cent verzeichnet. Der deutsche Marktführer DMK hat im Dezember die Auszahlung um 1 Cent und der französische Verarbeiter Lactalis um 0,3 Cent angehoben. Die italienische Molkerei Granarolo meldet für Dezember einen unveränderten Milchpreis. In Summe haben sich somit bis Jahresende 2019 keine größeren Veränderungen beim LTO-Durchschnittswert ergeben.

Globales Milchangebot stabil

Die Milchanlieferung fiel in der EU im Oktober 2019 etwas schwächer aus als in den zwei Monaten davor, lag aber dennoch um 0,3% über dem Vorjahresniveau. Vor allem in den Niederlanden (+2%) und in Frankreich (+1,4%) setzte sich das Wachstum fort, während die Menge in Deutschland weiter rückläufig war (-0,8% gegenüber dem Vorjahresmonat). Die irischen Farmer, die von März bis August 2019 bei der Milchproduktion kräftig Gas gegeben hatten, drosselten im Herbst ihre Anlieferung und verzeichneten im Oktober bereits ein Minus von 3,6%. In Summe war das Milchangebot in der Union von Jänner bis Oktober 2019 um 0,4% größer als im Vergleichszeitraum 2018.

Bei den anderen großen Milchproduzenten ergab sich im Oktober 2019 ein gemischtes Bild: In den USA und in Argentinien fiel das Angebot jeweils um 1% größer als im Vorjahresmonat aus, während es in Uruguay um 1% schrumpfte. Australien meldete aufgrund der enormen Witterungsprobleme ein Minus von 5% und in Neuseeland war die Anlieferung um 3% geringer. In Summe war das Milchangebot der weltweit größten Milchexportländer im Oktober 2019 um 1% kleiner als vor einem Jahr.

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