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ÖPUL: 1,84 Mio. ha im Agrarumweltprogramm

Entwicklung der Leistungsabgeltungen für die Betriebe und Flächen im Agrarumweltprogramm ÖPUL seit dem EU-Beitritt im Jahre 1995. Wurden im Jahr 95 noch 527,62 Mio. Euro ausbezahlt, so waren es im Antragsjahr 2019 450,5 Mio. Euro, das entspricht einem Rückgang um 15%. Inflationsbereinigt, gingen die Förderungen um 43 Prozent zurück.

 

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat kürzlich die Zahlen für das Agrarumweltprogramm ÖPUL im Antragsjahr 2019 mit Auszahlungsstand Dezember 2019 veröffentlicht. Im Jahr 2019 betrug die ÖPUL-Fläche (ohne Almfutterflächen) 1,84 Mio. ha, das sind 82% der Landwirtschaftlichen Fläche ohne Almfläche (LFoAlm) der INVEKOS-Betriebe und liegt damit schon das dritte Jahr in Folge auf demselben Niveau. Die fünf Untermaßnahmen mit den höchsten Flächenausmaß sind Umweltgerechte Bewirtschaftung (1,054 Mio. ha), Biologische Wirtschaftsweise (517.300 ha), Vorbeugender Grundwasserschutz (320.800 ha), Begrünung – Zwischenfruchtanbau (273.500 ha), Einschränkung Betriebsmittel (259.700 ha) und Begrünung - System Immergrün (200.200 ha). Insgesamt nahmen 90.757 Betriebe am ÖPUL teil, das sind rund 84% aller INVEKOS-Betriebe. Die Zahl der teilnehmenden Betriebe ist seit 2015 absolut nahezu konstant geblieben, während die Anzahl der INVEKOS-Betriebe stetig abgenommen hat. Die fünf Untermaßnahmen mit der höchsten Zahl an teilnehmenden Betrieben sind: Umweltgerechte Bewirtschaftung mit rund 48.300 Betrieben, Tierschutz-Weide mit 35.300 Betrieben, Begrünung – Zwischenfruchtanbau 25.000 Betrieben, Biologische Wirtschaftsweise mit 23.700 Betrieben und Einschränkung Betriebsmittel mit 22.700 Betrieben.

Entwicklung-gefährdete-Nutztierrassen

Entwicklung beantragter Tiere gefährdeter Rinderrassen in Österreich seit dem Jahr 2000 im Rahmen des Agrarumweltprogrammes ÖPUL.

Quelle: BMLRT

 

2019 wurden inkl. Länder-Top ups insgesamt 450,5 Mio. € an Zahlungen geleistet, das sind rund 5.000 Euro je Betrieb bzw. rund 230 Euro je Hektar ÖPUL-Fläche (ohne Almfutterflächen). Im Vergleich zum Antragsjahr 2018 erhöhte sich der Auszahlungsbetrag um rund 7,1 Mio. Euro, was ausschließlich auf einen starken Umstieg in die Bio-Maßnahme zurückzuführen war. Fast 30% der Mittel werden nunmehr über die Maßnahme Biologische Wirtschaftsweise ausbezahlt. Die fünf Untermaßnahmen mit den höchsten Zahlungen sind: Biologische Wirtschaftsweise (128,7 Mio. €), die Umweltgerechte Bewirtschaftung (63,0 Mio. €), Begrünung – Zwischenfruchtanbau (41,7 Mio. €), Naturschutz (39,7 Mio. €) und vorbeugender Grundwasserschutz (28,8 Mio. €). Für die Untermaßnahme „Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen wurden im Jahr 2019 insgesamt 5,95 Mio. € ausbezahlt. Neben den seltenen Nutztierrassen von Pferden, Schafen, Ziegen und Schweinen wurden aus dem Rinderbereich Leistungsabgeltungen für die Haltung von Pinzgauern, Murbodnern, Grauvieh, Kärntner Blondvieh, Tux-Zillertaler, Pustertaler Sprinzen, Original Braunvieh, Waldviertler Blondvieh und Ennstaler Bergschecken ausbezahlt. In Summe waren dies 24.934 beantragte Tiere, davon 7.225 Pinzgauer, 5.928 Murbodner und 5.060 Stk. Grauvieh.    

Quelle: BMLRT/Abteilung II/1


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