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Weißblaue Belgier

Der Weiß-blaue Belgier ist ein mittelgroßes, schweres Rind mit teils massiger Muskulatur. Die Tiere kommen in den Farben weiß- und blauweiß-gescheckt und gelegentlich auch schwarz-weiß vor. Sie haben einen relativ kleinen Kopf, dünne Haut und sind gehörnt.

Hauser

Nutzungsrichtung

Bei dieser Rinderrasse gibt es einen Zweinutzungstyp (Fleisch-Milch) und einen Fleischtyp. Diese Rasse ist frühreif und hat beste Schlachtkörperqualität. Außerdem ist ein hoher Anteil wertvoller Teilstücke bei dieser Rasse vorhanden. Die konsequente Selektion auf Muskelhypertrophie führte zum gehäuften Auftreten von Doppellendern. In Österreich wird die Rasse vor allem als Kreuzungspartner für Milch und Doppelnutzungsrassen eingesetzt.

Statistik & Verbreitung

  • Österreich: 11.800 Tiere
  • Rassenanteil in Österreich: 0,60%

Der Weiß-blaue Belgier ist in der südlichen Hälfte von Belgien und dem Nordosten Frankreichs verbreitet. Kleine Zuchtpopulationen finden sich in vielen europäischen Ländern, mittlerweile ist die Rasse auch in Nordamerika vertreten.

Zahlen

Ø Fleischleistung:

  Tagesgewichtzunahme (g)
  200 Tage 365 Tage
M 1.227,50 1.086,40
W 1.012,60 932,4

Kontrollbetriebe (Herden): 14

Widerristhöhe (cm, Ø): 140

Gewicht (kg, Ø): 800

Rinder in Kontrollbetrieben: 270

Herdebuchkühe: 60

Ursprung: Belgien

Historische Entwicklung

19. Jhdt.: Lokale belgische Rasse wird mit  Charolais und Shorthorn eingekreuzt- Anstreben eines Zweinutzungsrindes

20. Jahrhundert: Der Zuchtstandard spaltet sich in zwei Richtungen: den doppelnutzungs-Typ und den Fleischtyp.

1950: Bei einem Teil der Population wurde die Zucht auf Muskelfülle in den Vordergrund gestellt.

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