Sprachauswahl


Shorthorn

Der Rumpf des Fleischshorthorns hat die Rechteckform aller Fleischrinderrassen. Es gibt diese Rasse in den drei Farbvarianten rot, weiß und rotschimmelig. Letztere kommt am häufigsten in Deutschland vor. Bei Tieren mit farbigem Haarkleid kommen weiße Flecken besonders am Unterbauch vor. Die Hörner bleiben relativ kurz und sind wachsfarben. Manche Tiere sind genetisch hornlos und haben ein ruhiges Temperament.

Nutzungsrichtung

Shorthorn gibt es in zwei Zuchtrichtungen: Milchshorthorn und Fleischshorthorn, wobei in Deutschland nur das letztgenannte vorkommt. Das Milchshorthorn ist ein Zweinutzungsrind mit einer Jahresmilchmenge von durchschnittlich 4800 kg bei 3,6% Fett und 3,3% Eiweiß. Das Fleischshorthorn wird in Mutterkuhherden gehalten.

Statistik & Verbreitung

  • Österreich: 100 Tiere
  • Rassenanteil in Österreich: 0,01%

Die Rasse Shorthorn stammt ursprünglich aus dem Nordosten Englands, doch mittlerweile ist es auch in Nord- und Südamerika und vielen anderen Ländern beheimatet. In Deutschland findet man Tiere dieser Rasse auf der Halbinsel Eiderstedt.

Zahlen

Ø Fleischleistung:

  Tagesgewichtzunahme (g)
  200 Tage 365 Tage
M 975 1.086,50
W 1.179,00 1.136,00

Kontrollbetriebe (Herden): 3

Widerristhöhe (cm, Ø): 135

Gewicht (kg, Ø): 600

Rinder in Kontrollbetrieben: 21

Herdebuchkühe: 0

Ursprung: England (GB)

Historische Entwicklung

18. Jhdt.: Brüder Colling züchteten die Shorthorns auf der Basis von einigen Herden großwüchsiger Rinder mit guter Milchleistung

1822: Erstes Rinderherdbuch der Welt und erste weltweit verbreitete Rasse

Anfang 19. Jhdt.: Export der ersten Tiere nach Deutschland

Nach 1945: Rasse verlor in Großbritannien und Deutschland an Boden, da die Ausgeglichenheit durch wahllose Zucht verloren ging.

zurück