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Hinterwälder

Das Hinterwälder Rind ist ein behorntes, kleinrahmiges, edles und zierliches Rind. Es ist die kleinste Rinderrasse in Mitteleuropa. Die Tiere sind meist gescheckt, aber auch gedeckt und haben eine Pigmentierung von ledergelb bis rot. Der Kopf und die Beine sind stets weiß und es hat einen langen, tiefen Rumpf und feine, trockene Gliedmaßen.

Nutzungsrichtung

Die Hauptnutzung dieser Rinderrasse konzentriert sich aufgrund ihres hohen Ausschlachtungsgrades und der hervorragenden Fleischqualität auf die Fleischproduktion. Auch für die Mutterkuhhaltung sind sie gut geeignet. Zusätzlich eignet sich diese Rasse für steile Hanglagen, da sie geringe Erosionsschäden anrichtet. Die Hinterwälder haben einen niedrigen Erhaltungsbedarf, eine geringe Krankheitsanfälligkeit, sind langlebig, kalben leicht und sind gut für die Haltung in der Dritten Welt geeignet.

Statistik & Verbreitung

  • Österreich: 300 Tiere
  • Rassenanteil in Österreich: 0,02%

Die Verbreitung dieser Rasse konzentriert sich auf die höheren Lagen des südlichen Schwarzwaldes. Etliche Herden gibt es auch in der Schweiz und in Österreich.

Zahlen

Ø Fleischleistung:

  Tagesgewichtzunahme (g)
  200 Tage 365 Tage
M 1.145,00 k.A.
W 1.075,00 k.A.

Kontrollbetriebe (Herden): 2

Widerristhöhe (cm, Ø): 120

Gewicht (kg, Ø): 420

Rinder in Kontrollbetrieben: 39

Herdebuchkühe: 0

Ursprung: Schwarzwald (D)

Historische Entwicklung

Ursprünglich war es in der rechtsseitigen Oberrheinebene als „Hirschvieh“ bekannt und wurde in die Täler des südlichen Hochschwarzwald zurückgedrängt.

19.Jhdt.: Versuche, die Hinterwälder durch Einkreuzung rahmiger zu machen.

1888: Gründung der „Viehzuchtgenossenschaft für Wäldervieh“

1889: Gründung der Stammzuchtgenossenschaft und erstes Herdebuch

1905: Festlegung eines eindeutigen Zuchtziels

1914: Die Genossenschaft zählt bereits 1.000 Mitglieder.

20. Jhdt.: Rückgang der Population

1980: Import einer beachtlichen Zahl von Zuchttieren in die Schweiz durch ProSpecieRara, der Schweizer Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren.

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