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Gelbvieh

Das Gelbvieh ist ein großwüchsiges, langes, behorntes Rind mit guter Bemuskelung und kräftigen Knochen. Es ist einfarbig gelb und hat im Allgemeinen ein helles, gelegentlich jedoch ein dunkles Flotzmaul.

Nutzungsrichtung

Das Gelbvieh ist eine fleischbetonte Zweinutzungsrasse und wird in anderen Ländern vor allem als Fleischrind genutzt. Es ist frohwüchsig, futterdankbar, frühreif und hat eine lange Nutzungsdauer. Der Schlachtkörper hat beste Qualität und einen hohen Ausschlachtungsgrad. Das Fleisch ist feinfaserig, zart und gut marmoriert.

Statistik & Verbreitung

  • Österreich: 1.000 Tiere
  • Rassenanteil in Österreich: 0,05%

Tiere dieser Rasse findet man in Franken (mit Schwerpunkt Unterfranken), Nord- und Südamerika sowie in Südafrika.

Zahlen

Kontrollbetriebe (Herden): 8

Widerristhöhe (cm, Ø): 138- 158

Gewicht (kg, Ø): 700- 1300

Rinder in Kontrollbetrieben: 20

Herdebuchkühe: 10

Ursprung: Franken (D)

Historische Entwicklung

Anfang 19. Jhdt.: Einführung Heilbronner Vieh, eine Kreuzung aus Rotem Landvieh und Rotbraunem Berner Vieh, in Franken, Deutschland.

1870: Große Rassenvielfalt mit der Überlegenheit von gelbbraunen Schlägen

1872: Aufstellung eines eindeutigen Zuchtziels, durch die Einkreuzung von Simmentaler, South-Devon und Shorthorn entstand das Gelbe Frankenvieh.

1897: Gründung eines Zuchtverbandes, es wurden keine Kreuzungen mehr durchgeführt.

1945: Einkreuzung des Roten Dänischen und des Roten Flämischen Rindes, stetiger Austausch mit anderen Gelbviehrassen

Gesamtbestand sank rapide, weil einerseits Bestände abgeschafft und andererseits durch Fleckvieh „aufgefleckt“ wurden.

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