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Jungzüchterprofi - Wer schreibt, der bleibt!

Von 2. bis 3. Februar 2019 bildeten sich die Teilnehmer/innen der 10-moduligen Jungzüchterprofi Ausbildung in der LFS Althofen, Ktn., zu den Themen Betriebsmanagement, Betriebszweigauswertung Arbeitskreise und Kuhsignale fort. Die Teilnehmer/innen aus 5 Bundesländern entschieden sich in dem Modul für den Produktionsschwerpunkt Milch.

Verbindung von Theorie und Praxis

Jungzüchterprofis schreiben und bleiben

Wer schreibt der bleibt, war das Motto der Gruppe Milchviehhaltung unter der Leitung von Dr. Marco Horn, von der LK Niederösterreich. Die Teilnehmer/innen lernten sehr schnell, dass die Milchleistung inkl. Inhaltsstoffe eines Betriebes nicht immer aussagekräftig bezüglich des Gewinnes sind. So mag zum Beispiel eine hohe Milchleistung lukrativ wirken, aber der wichtigste Faktor dabei ist die Ausgabenseite. So durften die Jungzüchterprofis mit echten Daten aus dem Feld bei Gruppenarbeiten die Wirtschaftlichkeit berechnen, mit unterschiedlichen spannenden Ergebnissen. Als Zusammenfassung des Tages kann gesagt werden, wer schreibt der bleibt, denn nur wer seine Daten kennt, kann für die Gewinnmaximierung Lösungsansätze finden.

Die Betriebsbesichtigung führte die Teilnehmer/innen auf den Betrieb von Manfred und Simone Schurian in Moosburg. Der Familienbetrieb mit 44 Fleckviehkühen, sowie eigener Nachzucht, ist seit 2006 Mitglied beim Arbeitskreis Milch und veranschaulichte den Jungzüchter/innen die eigenen Erfahrungen und den großen Mehrwert durch den Arbeitskreis. Die eigenen Zahlen kennen und auch die Möglichkeit zu haben an den Schrauben zu drehen, um den Betrieb so wirtschaftlich wie möglich zu führen.  

Die genauen Beobachtungen standen im Fokus von Modul 7. 

Auf DU und DU mit der Kuh

Wenn Kühe sprechen könnten, wäre es für uns Landwirt/innen oftmals leichter zu erkennen, wenn es einem Rind nicht gut geht. Dennoch zeigt die Kuh ganz klar mit einfachen Zeichen und Signalen, ob alles in Ordnung ist oder ob ihre Zufriedenheit gesteigert werden kann. Ing. Martin Maier, praktischer Landwirt aus Mariahof, Steiermark, schulte die Teilnehmer/innen am Sonntag zum Thema Kuhsignale. Eine Kuh stellt nur 6 Ansprüche, die alle Landwirt/innen bestmöglich erfüllen sollten: Futter – Wasser – Licht – Luft – Ruhe – Raum. Damit sich das erworbene Wissen bei den Jungzüchter/innen fest verankert, wurde am Betrieb der Familie Greiler in Wieting eine 140- köpfige Milchviehherde genauestens unter die Lupe genommen. Neben den Kuhsignalen lernten die Teilnehmer/innen auch die richtige Beurteilung des Body Condition Scores (BCS), um auf Fehler in der Fütterung schnellstmöglich reagieren zu können. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Kombination aus Theorie und Praxis an diesem Wochenende perfekt gelungen ist.

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