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Zusammenarbeit Österreich und Kosovo

Bei der 4. Tagung der Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und dem Kosovo im Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) in Wien wurde über die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen Bilanz gezogen und die zukünftige Zusammenarbeit diskutiert.

Zusammenarbeit Österreich und Kosovo

Die Experten aus Österreich und dem Kosovo tagten im BMDW in Wien. Österreichische Firmen sind ein starker Partner am kosovarischen Markt. Etwa 130 Firmen sind mit österreichischem Kapital registriert. Damit nimmt Österreich Platz 4 bei den Auslandsinvestitionen ein.

 

Bis 1999 herrschte im Kosovo Krieg, erst 2008 wurde die Unabhängigkeit ausgerufen, die jedoch von einer Reihe von Staaten, darunter 5 EU-Länder, nicht anerkannt ist. Trotz schwieriger Voraussetzungen ist jedoch ein starkes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen, für 2019 wird ein BIP von plus 4,2 Prozent prognostiziert.

Das Ziel in der Landwirtschaft ist es, schrittweise auf EU-Niveau heranzukommen. Auch Mittel aus der österreichischen Entwicklungshilfe, die über die ADA (Austrian Development Agency) verwaltet werden, stehen zur Verfügung. Projekte zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und der Aufbau von Beratungsstellen für landwirtschaftliche Betriebe werden in erster Linie gefördert.

„Auf dem Rindersektor besteht großer Nachholbedarf. Etwa 330.000 Rinder decken die Eigenversorgung zu rund 73%. Zuchtviehankäufe scheitern meist an der Finanzierung. Aus Österreich wurden in den letzten 10 Jahren 400 Zuchtrinder geliefert. Gespräche über eine engere Zusammenarbeit wurden vereinbart“, berichtet Ing. Ägidius Kogler nach dem Treffen. Die nächste Sitzung der gemischten Kommission wird im Frühjahr 2021 in der Hauptstadt Pristina stattfinden.

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