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D4Dairy: Datenaustausch zwischen RDV und smaXtec

Erste Synergien im Bereich der Datenvernetzung und Dateneingabe machen sich bereits bemerkbar.

D4Dairy: Datenaustausch zwischen RDV und smaXtec

Mit dem D4Dairy-Partner smaXtec konnte erfolgreich die erste Schnittstelle eingerichtet werden, v.l.: ZAR-Obmann Stefan Lindner, Dr. Christa Egger-Danner (Konsortialleiterin D4Dairy), DI Mario Fallast (smaXtec), Ing. Martin Mayerhofer (Geschäftsführung ZuchtData). 

Das Digitalisierungsprojekt D4Dairy, gestartet vor einem Jahr im Oktober 2018 mit über 40 Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft, zeigt im Bereich der Datenvernetzung schon erste Ergebnisse. Mit der Entwicklung neuer Technologien entsteht auch eine Vielzahl an neuen Daten, aus denen Muster erkannt und Alarme für Brunst, Erkrankungen oder Informationen zu Aktivitäten oder Wiederkauen bereitgestellt werden. Die Potentiale dieser Technologien können jedoch nur entsprechend genutzt werden, wenn es gelingt, die Daten entsprechend zu vernetzen.

Das Grazer Hightech-Unternehmen smaXtec beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit Messdaten direkt aus dem Pansen der Kuh. Über einen Bolus, der eben dort abgesetzt wird, werden Daten wie Körperinnentemperatur und Bewegungsaktivität gemessen und daraus für das Herdenmanagement wichtige Informationen zur Früherkennung von Erkrankungen wie Mastitis bereitgestellt. Zusätzlich zur Gesundheitsüberwachung erkennt smaXtec Brünste und Abkalbungen rechtzeitig.

D4Dairy: Datenaustausch zwischen RDV und smaXtec

Pansenboli dienen dazu, wertvolle Informationen wie Temperatur, Aktivität und pH-Wert, direkt im Pansen zu erfassen.

 

Eine Schnittstelle zwischen smaXtec und dem Rinderdatenverbund RDV konnte soeben erfolgreich eingerichtet werden. So müssen bereits vorhandene Daten der Betriebe von den Landwirten nicht nochmals eingegeben werden. Durch die Vernetzung ist zudem zu erwarten, dass einerseits Alarme genauer werden und auch entsprechende verbesserte Auswertungen zum Herdenmanagement (zB im LKV-Herdenmanager) und wertvolle Parameter für die genetische Verbesserung der Tiergesundheit generiert werden können. An diesen Fragestellungen forscht das D4Dairy-Konsortium. Mario Fallast, Mitbegründer von smaXtec dazu: „Die einfache, effiziente und effektive Nutzung von Daten für Milchviehbetriebe ist ein großes Anliegen unseres Unternehmens. Unsere Kunden sollen möglichst wenig Zeit für die Nutzung unseres Monitoring-Systems aufwenden. Daher haben wir auch diese Kooperation über das Projekt D4Dairy gesucht, um durch die Zusammenführung von Daten den größtmöglichen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen.“

Die steirische Firma smaXtec wurde 2009 gegründet. Mittlerweile wurden über 60.000 Sensoren in mehr als 25 Ländern vermarktet. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 40 Mitarbeiter am Hauptsitz in Graz. Weitere Technologieanbieter, die beim D4Dairy-Konsortium dabei sind, sind die Systeme SenseHub über die Firma SCR by Allflex und der Firma METOS by Pessl Instruments (Stallklimasensoren). Über die Melkroboteranbieter Lely, Delaval und GEA, diese sind Kooperationspartner von D4Dairy, steht ein Datenaustausch in Aussicht.

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