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Rieder Messe 2019: Braunvieh und Holstein im Schauring

Nach einer Eingewöhnungsphase von knapp zwei Tagen und zahlreichen Handgriffen sowie Feinheiten beim Scheren, durften die Elitekühe am Preisrichtertag endlich den Schauring betreten. Die Kühe waren in Top-Form und zeigten sich von ihrer besten Seite.

Rieder Messe 2019: Braunvieh und Holstein im Schauring

Holstein-Gesamtsiegerin NONNE und Gesamtreservesiegerin DOLCEMIA

Vielfältige Holstein-Jungkuhgruppe

In dieser Gruppe waren sechs sehr unterschiedliche Erstlingskühe mit einer Durchschnittsleistung von 35,4 kg Milch am Start. Jede Kuh verkörperte auf ihre Art und Weiße die Top-Vorzüge der Rasse Holstein.

Als erste Kuh zog die leistungsbereite Control-Tochter GIMILA vom Betrieb Gschwendtner aus Straßwalchen in den Ring ein. Als Zweite kam die mittelrahmige Kuh DOLCEMIA (V: Epic) vom Betrieb Moser aus St. Aegidi. Ihr folgte die sehr großgewachsene Kuh MAREN, eine Goldday-Tochter vom Betrieb Unterbrunner aus Molln. Nach ihr zogen zwei milchbetonte Kühe vom Betrieb Hartl Milchhof aus Eberschwang in den Ring, die Millennium-Tochter O KAMINA und die County-Tochter AMAZONAS. Den Ring vollendete eine weitere Millennium-Tochter, dieses Mal vom Betrieb Deutinger, Gurten.

Preisrichter Gregor Schaubmair aus Niederösterreich, nahm sich für diese spezielle Jungkuhgruppe genug Zeit. Nach genauen Beobachtungen legte er DOLCEMIA als Siegerin fest. Sie war für ihn die kompakteste, ausgeglichenste, auf einem korrekten Fundament stehende Kuh mit viel Potenzial für die nächsten Laktationen. Dahinter auf dem 2.Platz reihte der Preisrichter die Kuh MAREN vom Betrieb Unterbrunner. Sie konnte auch gleichzeitig den Eutersieg in dieser Gruppe für sich entscheiden. Den 3. Platz holte sich die Kuh AMAZONAS vom Betrieb Hartl Milchhof auf Grund ihrer starken Seitenansicht.

Positiv zu erwähnen ist, dass in dieser Jungkuhgruppe die Väter der drei Erstplatzierten jeweils im Holstein-Samenprogramm vom RZO waren.

Holstein-Mehrkalbskühe in voller Blüte

Die Mehrkalbskühe erzielten eine Durchschnittsleistung von 11.344 kg Milch pro Standardlaktation, das verdeutlicht erneut die Leistungsbereitschaft der Rasse Holstein.  ROSINA, eine Numero Uno-Tochter vom Betrieb Moser, Sankt Aegidi eröffnete diesen Ring. Nach ihr kam die Fünfkalbs-Kuh KORA (V: Buzzer) vom Betrieb Hartl Milchhof aus Eberschwang in den Ring. Als nächste Kuh folgte die Lausmart-Tochter STH NONNE und zugleich die Titelverteidigerin vom Betrieb Deutinger, Gurten. Kuh CHELSEA, eine milchtypische Gold Chip-Tochter ebenfalls vom Betreib Deutinger und die starke, funktionelle Drittkalbskuh LINSE (V: Booman) vom Betrieb Wolfthaler, Laussa zogen ebenfalls in den Schauring ein. Zu guter Letzt vervollständigte die Doorman-Tochter RIVERA vom Betrieb Unterbrunner den Ring der Holsteinkühe. Zur Siegerin in dieser Gruppe wählte der Preisrichter die euterstarke, milchbetonte, schwarze Mehrkalbskuh STH NONNE vom Betrieb Deutinger aus Gurten. Sie holte sich auch den Eutersieg. Auf den 2. Platz stellte er die Doorman-Tochter RIVERA vom Betrieb Unterbrunner, Molln. Sie stand durch ihre Harmonie, ihrem guten Fundament, der starken Vorderhand und dem extrem guten Seitenbild vor der Drittplatzierten CHELSEA (V: Gold Chip) vom Betrieb Deutinger aus Gurten.

Bei der Endentscheidung konnte die Mehrkalbskuh STH NONNE ihren Titel verteidigen und gewann erneut den Gesamtsieg der Rasse Holstein, der Gesamtreservesieg ging an die Jungkuh DOLCEMIA .

Rieder Messe 2019: Braunvieh und Holstein im Schauring

Braunvieh-Gesamtsiegerin ATOPIA und Gesamtreservesiegerin BETTY

Braunvieh imponiert

Nachdem Ende März in Imst die Bundesbraunviehschau erfolgreich beschickt wurde, konnte der RZO im Juli mit der Jubiläumsschau „110 Jahre Braunvieh im Innviertel“ ein echtes Higlight feiern. In Pramet präsentierten sich 30 sehr gute Braunviehkühe und 12 Jungzüchter aus den Bezirken Ried und Vöcklabruck. Sie stellten ihre Stärken bestens zur Schau und imponierten das zahlreiche Publikum.  Auch bei der Oö. Landesschau in Ried konnte Braunvieh ihre Vorzüge zur Schau stellen und wieder mit zehn verschiedenen Beschickern bei elf ausgestellten Kühen punkten.

Starke Braunvieh-Erstlingskühe

Bei den Erstlingskühen bestätigte eine Ausnahmekuh ihren Schautyp wieder voll und ganz. Nescardo-Tochter ATOPIA vom Betrieb Pauline Schrattenecker aus Lohnsburg setzte sich in dieser Gruppe klar durch und beeindruckte mit ihrer enormen Kapazität und Breite im Körper und Becken. Das exzellent aufgehängte und drüsige Euter dieser Kuh erfreute den Preisrichter. An zweiter Stelle platzierte sich die Pizarro-Tochter EDITH vom Betrieb Ferdinand Stockreiter aus Spital/P. Preisrichter Gregor Schaubmair aus Niederösterreich lobte vor allem das extrem hoch sitzende Euter und bestätigte der Kuh noch viel Potenzial für die Zukunft.

Braunvieh mit vielen Vorzügen

In der zweiten Gruppe wurden zweit- bis viertlaktierende Kühe dem zahlreichen Publikum präsentiert. Hier war es eine knappe Entscheidung zwischen zwei sehr kompletten und leistungsbereiten Zweitkalbskühen. Schlussendlich konnte sich die sehr harmonische Salomon-Tochter BETTY vom Betrieb Johannes Pöll aus Laakirchen vor Seaside­bloom ACALLORIA aufgrund der deutlich besseren Oberlinie durchsetzen. Die Siegerin hatte zudem ein sehr feines und korrektes Fundament und ein perfekt sitzendes Euter mit sehr starken Verbindungen. Auch die Gruppenreservesiegerin überzeugte mit gutem Fundament und einem ausgezeichneten Hintereuter. ACALLORIA vom Betrieb Schrattenecker stammt genauso wie ATOPIA aus der Stiermutter und mittlerweile auch 100.000 Liter-Kuh Wurl-ASCHENPUTTEL.

Bei der Gesamtsiegerwahl bahnte sich ein Duell zwischen Nescardo ATOPIA und Salomom BETTY an, wobei die Kuh ATOPIA nach dem Gesamtsieg bei der Jubiläumsschau in Pramet auch bei der Landesschau in Ried gewinnen konnte, sehr zur Freude ihrer Besitzerin. Der Gesamtreservesieg ging somit an die sehr ausbalancierte Salomon Tochter BETTY vom Betrieb Pöll Johannes.

Dankeschön

An dieser Stelle sei allen Ausstellern für ihre Bereitschaft und die Topqualität ihrer Ausstellungskühe gedankt, denn ohne die Züchter könnte man die Rasse Holstein in Oberösterreich nicht so gut präsentieren.

 Das größte Dankeschön gilt natürlich auch dieses Jahr wieder den Betreuern, denn nur mit diesem umsichtigen Team kann den Betrieben dieses extrem gute Service geboten und diese Schau so reibungslos durchgeführt werden. 

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