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Milchanlieferung: Plus 2,3 %

Das Jahr 2018 war witterungsbedingt von Anlieferungsschwankungen geprägt, die in weiterer Folge auch eine Preisvolatilität bewirkten.

Milchanlieferung: Plus 2,3 %

In Summe erwirtschafteten die österreichischen Molkereien und Käsereien einen Umsatz von 2,8 Mrd. Euro, ein Drittel davon setzte die Berglandmilch um.                         

Während zu Beginn des Jahres die Anlieferung noch um mehr als 10% über dem Vorjahreswert lag, war ab Mitte des Jahres aufgrund der Dürresituation ein Rückgang der Menge zu bemerken, der bis in die ersten Monate von 2019 anhielt. Die Umsätze der heimischen Molkereien und Käsereien sind im Jahr 2018 um 3% auf rund 2,8 Mrd. Euro gestiegen.

Die österreichischen Erzeugermilchpreise kamen im Jahr 2018 mit durchschnittlich 41,78 Cent brutto je kg (Milch mit natürlichen Inhaltsstoffen) um 1,3% unter den Werten des Vorjahres zu liegen. Für gentechnikfrei hergestellte Qualitätsmilch wurden im Mittel Erlöse von netto 33,73 Cent (4,0% Fett, 3,4% Eiweiß) erzielt (-0,9%). Bei der Milchanlieferung wurde im Jahr 2018 ein Plus von 2,3% auf 3,4 Mio. t verzeichnet. Deutlich gestiegen ist die Menge bei Biomilch, diese erreichte mit einem Anteil von 17,9% einen neuen Rekordwert von 569.000 t. Die Anzahl der Milchlieferanten ging im abgelaufenen Jahr um 3,6% auf 26.600 zurück.

Im Schnitt werden derzeit 20 Kühe gehalten. Die durchschnittliche Milchlieferleistung betrug 6.363 kg je Kuh und Jahr.

Das Thema Brexit hat laut VÖM für die heimische Milchwirtschaft eine hohe Relevanz. Aus Österreich wurden im vergangenen Jahr zwar nur Molkereiprodukte im Wert von etwa 10 Mio. Euro auf den britischen Markt geliefert. Das Vereinigte Königreich ist jedoch mit zirka 480.000 t Käse und 90.000 t Butter sowie großen Rohmilchmengen der größte Importeur von Milchprodukten in der EU. Daher ist weiterhin ein geordneter Zugang zum britischen Markt von besonderer Bedeutung, berichtet die VÖM.

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