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D4Dairy: Erstes Jahrestreffen in Wien

Das erste D4Dairy Jahresmeeting fand am 22. Mai 2019 am Complexity Science Hub (CSH) in Wien statt.

D4Dairy: Erstes Jahrestreffen in Wien

Nahezu alle 44 Projektpartner aus Wissenschaft und Wirtschaft waren zum 1. Jahrestreffen von D4Dairy am 22 Mai 2019 ins CSH nach Wien gekommen.

 

Dieses wurde genutzt, um Synergien zwischen den Projektpartnern weiter auszubauen und den Mehrwert aus Digitalisierung für die Landwirte und den beteiligten Partnern zu erreichen. Die Vorbereitungen für die Piloterhebungen, an denen Betriebe mit Ausstattungen von Partnerfirmen teilnehmen können, laufen bereits auf Hochtouren. Maßnahmen zur verbesserten Kommunikation zwischen den Systemen und dem Rinderdatenverbund RDV sind bereits in Umsetzung.

D4Dairy: Erstes Jahrestreffen in Wien

DDr. Stefan Thurner (Complexity Science Hub- CSH – MedUni Wien, österreichischer Wissenschafter des Jahres 2017) stellte als Gastgeber des diesjährigen D4Dairy-Jahrestreffens einerseits die Aufgaben des CSH und andererseits Ergebnisse aus der Komplexitätsforschung der vergangenen Jahre.   

Der Präsident des CSH und diesjähriger Gastgeber des Treffens, Univ.-Prof. DDr. Stefan Thurner, stellte die Aufgaben und die Forschungsbereiche des CSH vor. „Derart große Datenmengen zu verarbeiten, zu analysieren und dann sinnvolle Prognosen zu machen, gehört zu den wesentlichen Aufgaben des CSH. Über das Projekt D4Dairy können wir über die Zusammenführung sämtlicher Daten aus den verschiedensten Bereichen, komplexe Analysen durchführen und Zusammenhänge aufspüren. Die Vielzahl der Daten erlaubt es uns, vielleicht unerwartete Zusammenhänge zu erkennen. Damit kann man so etwas wie ‚personalized medicine‘ für Kühe machen, und das mit weitaus besseren Daten als beim Menschen“, so der Wissenschaftler des Jahres 2017.

2 Areas, 9 Projekte

Um ein derart umfassendes Netzwerk gut strukturiert abzuarbeiten, ist dieses Projekt unter Konsortialleiterin Dr. Christa Egger-Danner in zwei Teilbereiche, den sogenannten Areas, gegliedert, die einerseits von Priv.-Doz. Dr. Birgit Fürst-Waltl (BOKU, Institut für Nutztierwissenschaften) und andererseits von Univ.-Prof. Dr. Thomas Wittek (VetMedUni Wien, Universitätsklinik für Wiederkäuer) geleitet werden. Die Areas selbst sind wiederum in neun Teilprojekte gliedert. Jedem Teilprojekt wurde bei der Präsentation des aktuellen Projektfortschrittes Zeit eingeräumt, um einen aktuellen und gesamten Überblick über den Projektverlauf zu erhalten. Die neun Teilprojekte umfassen die Bereiche Digitalisierung, Datenintegration, Aufbau von Schnittstellen, Online-Tools zur Verbesserung des Herdenmanagements, Förderung von Maßnahmen zur Verringerung des Antibiotikaeinsatzes, Big Data Analysen zur Früherkennung von Krankheiten über genetische Marker oder Infrarot-Spektraldaten aus der Milch, Auswirkungen des Stallklimas auf Leistung, Gesundheit und Tierwohl, Weiterentwicklung im Bereich der Genetik und Genomik, Nachweis von Mykotoxin in Futtermitteln und Auswirkung auf Milchleistung und Fruchtbarkeit, den Bereich Datenschutz sowie der Bereich Wissenstransfer, um die Forschungsergebnisse einer breiten Basis zur Verfügung zu stellen.

D4Dairy: Erstes Jahrestreffen in Wien

Dr. Christa Egger-Danner (Konsortialleitung D4Dairy, ZuchtData) dankte für die bisherige ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern und gab einen ersten Überblick zu den insgesamt 100 Pilotbetrieben für die Bereiche Genetik und Genomik, Fütterung, Stallklima, Herdenmanagement und Mykotoxine.

 

Das soll erreicht werden

„Um den Mehrwert für den Bauern zu erzielen, ist es ein wesentliches Ziel von D4Dairy, Informationen entlang der Wertschöpfungskette Milch zu vernetzen und Synergien für alle beteiligten Projektpartner zu generieren. Verbesserte Kommunikation und Datenaustausch zwischen Systemen am Betrieb und externen Daten hat als Ziel, dass jeder Datensatz nur jeweils einmal erfasst werden muss. Durch die Datenzusammenführung und über komplexe Analysen sollen neue und umfangreiche Erkenntnisse auf Tiergesundheit und Tierwohl gewonnen werden“, so Dr. Christa Egger-Danner (ZuchtData), Leiterin des D4Dairy-Konsortiums. Für derartige Datenmengen ist das CSH gefragt, um Nutzen aus den umfangreichen Informationen zu generieren. Das soll neue und bessere Parameter für die Zucht liefern, die dann wiederum in die Zuchtwertschätzung einfließen sollen. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen bessere Werkzeuge zur Früherkennung von Krankheiten und die Optimierung des Herdenmanagements (Fütterung ...) liefern, die dem Landwirt mittels praktikabler Softwaretools zur Verfügung gestellt werden. So kann sich die österreichische Landwirtschaft mit ihren Stärken, wie einer hohen Tiergesundheit, einem geringen Antibiotikaeinsatz sowie ökologischem Fußabdruck, im internationalen Markt positionieren. Alle Infos zum aktuellen Projektverlauf sowie der beteiligten Wissenschafts- und Projektpartner erhalten Sie auf www.d4dairy.com

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