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Ergebnisse Fleischleistungskontrolle 2018

Die heimischen Rassen führen die Statistik an.

 

Ergebnisse Fleischleistungskontrolle 2018

Fleischrinder Herdebuchkühe 2018

Die österreichische Fleischrinderzucht ist mit erfreulichen Nachrichten in das Jahr 2019 gestartet: Die Zahl der Herdebuchkühe stieg um mehr als 1.000 Stück auf 25.500 Kühe. Die Managementkennzahlen liegen auf stabil gutem Niveau, die Standardgewichte haben sich weiter verbessert. Die ersten Plätze in der Rasseverteilung nehmen nach wie vor heimische Rassen ein. Zum dritten Jahr in Folge steht mit den Murbodnern eine Generhaltungsrasse an oberster Stelle – mit 5.224 Kühen machen sie 20 % der Kühe in der Fleischleistungsprüfung aus. Es folgen mit Fleckvieh (4.028 Kühe) und Pinzgauer (2.765 Kühe) zwei weitere heimische Rassen.

Während der Anstieg der Herdebuchkühe und Zuchtbetriebe in den letzten Jahren vor allem auf einen Zuwachs im Bereich der Generhaltung beruhte, ist 2018 bei vielen Rassen die Zahl der Kühe bzw. der Betriebe gestiegen. Im Durchschnitt wurden pro Betrieb rund 9 Herdebuchkühe gehalten – diese Größe hielt sich in den vergangenen Jahren relativ konstant. Bei der Herdengröße gibt es zwischen den Rassen durchaus deutliche Unterschiede. Vor allem bei den Generhaltungsrassen sind die Herden oft kleiner, die Gründe dafür sind vielfältig. Einer der wichtigsten Faktoren ist mit Sicherheit jener, dass viele dieser Betriebe im Berggebiet beheimatet sind.

Ergebnisse Fleischleistungskontrolle 2018

Entwicklung der Herdebuchkühe von 2008-2018.

Rückgang der Mutterkuhbetriebe

Während die Zahlen der Herdebuchkühe und Fleischrinderzuchtbetriebe ansteigen, zeigt sich bei der Gesamtzahl der Mutterkühe in Österreich in den letzten Jahren leider ein anderer Trend: Im Zeitraum 2012 bis Juni 2018 hat sich der Bestand der Mutterkühe in Österreich um 48.000 Stück verringert. Allein von Juni 2017 bis Juni 2018 betrug der Rückgang 5,8 % während der Gesamtrinderbestand in dem Zeitraum um 1,6 % abnahm. FLEISCHRINDER AUSTRIA setzt sich gemeinsam mit anderen Organisationen intensiv dafür ein, dass die österreichischen Mutterkuhbetriebe in der nächsten GAP-Periode wieder besser unterstützt werden.

Ergebnisse Fleischleistungskontrolle 2018

Entwicklung der Tageszunahmen über alle Rassen.

 

 

Standardgewichte auf neuem Höchstwert

Die Standardgewichte und Tageszunahmen haben sich bei vielen Rassen weiter verbessert oder sind konstant geblieben. Die Durchschnittswerte über alle Rassen sind abermals gestiegen und haben 2018 neue Spitzenwerte erreicht. Vergleicht man die Wiegedaten einzelner Rassen mit anderen Ländern wird schnell klar: Die österreichische Fleischrinderzucht braucht den Vergleich keinesfalls zu scheuen. Die Qualität unserer Tiere kann sich sehen lassen und wir sind hier auf Augenhöhe mit namhaften Ländern der Fleischrinderzucht!

Managementkennzahlen auf konstant gutem Niveau

„Jedes Jahr ein abgesetztes Kalb“ ist wohl das oberste Ziel in der Mutterkuhhaltung. Neben den Wiegedaten werden auch die Managementkennzahlen jährlich ausgewertet. Die Totgeburtenrate (bis innerhalb von 48 Stunden verendete Kälber) lag mit 4,8 % um 0,1 % besser, die Schwergeburtenrate betrug 4,1 %, das  liegt auf dem Niveau der Vorjahre. Die Zwischenkalbezeit verbesserte sich auf 401,9 Tage, die Abkalbequote lag mit 79,2 % etwas unter jener von 2017. Das Durchschnittsalter der Kühe ist erneut gestiegen und beträgt nun 7,1 Jahre,  der Anteil der Kühe mit über fünf Abkalbungen liegt bei 37 %.

Fleischrinderzucht als Basis erfolgreicher Fleischproduktion

2018 wurden in Österreich knapp 1000 Stiere bewertet. Viele davon gehen in den Deckeinsatz auf Mutterkuhherden, ausgewählte Stiere werden von den Besamungsstationen angekauft und stehen somit neben den Mutterkuh- auch den Milchviehbetrieben zur Gebrauchskreuzung zur Verfügung. Die Fleischrinderbetriebe bilden damit den Grundstock erfolgreicher und klimaeffizienter Rindfleischproduktion in Österreich. Die Ergebnisse der Fleischleistungskontrolle zeigen, dass sich die österreichische Fleischrinderzucht weiterhin positiv entwickelt und noch professioneller wird. 2019 gibt es gleich drei Gelegenheiten, sich von dieser Qualität zu überzeugen: Am 16. März bei der Kärntner Fleischrindermesse in St. Donat, am 23. März beim Genostar Fleischrindertag in Wieselburg sowie bei der Bundesfleischrinderschau vom 7. - 8. September in Ried im Innkreis, OÖ, werden Tiere verschiedener Rassen ausgestellt. Einen ausführlichen Zuchtbericht mit detaillierten Auswertungen zu jeder Rasse und Infos zur österreichischen Fleischrinderzucht finden Sie in Kürze auf www.fleischrinder.at

 

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