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EUROTIER 2018: Genetik aus Österreich im Trend

Die diesjährige Präsentation der österreichischen Tierzucht in Hannover verlief mehr als zufriedenstellend.

Aufgrund der zentralen Lage war der Messestand sehr gut frequentiert.

Die RINDERZUCHT AUSTRIA (ZAR) sorgte gemeinsam mit dem Bundesverband für Schafe und Ziegen (ÖBSZ) und der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Pferdezüchter (ZAP) für entsprechendes Aufsehen. „Die offene Bauweise des Messestandes war optimal, um zahlreiche Gespräche sowohl mit Interessenten als auch mit Partnern der österreichischen Rinderzucht zu führen. Vor allem der ansprechende Auftritt mit Comics und die sympathische Vorstellung der Ausstellungstiere mit Experten am TopTierTreff war auf dieser Messe sicherlich einzigartig und erregte entsprechende Aufmerksamkeit“, freut sich ZAR-Obmann Stefan Lindner. „Dank gilt dem gesamten Messeteam mit den Tierbetreuern für die 24-Stunden-Aufsicht der Tiere, den Moderatorinnen mit den Fachexperten für den eindrucksvollen Bühnenauftritt sowie dem Betreuungspersonal am Stand vor Ort. Hier wurde wieder vom gesamten Team professionelle Arbeit geleistet“, so Lindner.

V.l.: Milchkönigin Marlene Laschober, ZAR-Obmann Stefan Lindner und Milchprinzessin Magdalena Payrleitner. Beide Damen waren zugleich Teil des Messeteams der RINDERZUCHT AUSTRIA.

 

Stark frequentierter Messestand

Der Messestand der RINDERZUCHT AUSTRIA befand sich in unmittelbarer Nähe zum TopTierTreff. Neu war heuer, dass gleich 3 Milchhoheiten innerhalb des Standteams sowohl für Moderation, Information als auch für die Bewirtung sorgten. Mit Katrin Gruber stand Niederösterreichs ehemalige Milchkönigen als Moderatorin im Rampenlicht. Die aktuelle NÖ Milchprinzessin Magdalena Payrleitner und die NÖ Milchkönigin Marlene Laschober sorgten mit ihren Auftritten zusätzlich für Aufsehen. Magdalena Payrleitner begrüßte aufgrund ihrer hervorragenden Sprachkenntnisse das Publikum gleich auf Russisch. Der zügige „Ausverkauf“ der Ausstellungstiere zeigte auch das Interesse des Publikums an der österreichischen Genetik. So wechselten gleich unmittelbar nach der Messe sechs Tiere ihren Besitzer!

V.l.: Dominika Kalcher, Ing. Reinhard Pfleger und Katrin Gruber präsentierten in überzeugender Art und Weise die österreichischen Nachzuchtgruppen, im Bild die Nachzuchtgruppe MINT.

Top Niveau am TopTierTreff

Mit dem typisch österreichischen Präsentationsstil ist es gelungen, die Aufmerksamkeit auf das im internationalen Kontext doch kleine Rinderzuchtland zu lenken. Seitens der Rinderzucht präsentieren sich 11 Kühe und Kalbinnen der Rassen Fleckvieh, Braunvieh, Holstein, Pinzgauer und Tiroler Grauvieh. Die beiden Moderatorinnen Katrin Gruber und Dominika Kalcher präsentierten mit den Fachexperten Ing. Reinhard Pfleger, Dr. Fritz Führer und Ing. Georg Steiner auf der internationalen großen Bühne die Nachzuchtgruppen von GS ZÜRICH und MINT beim Fleckvieh. Beim Braunvieh wurde die Nachzucht von GS HUVI vorgestellt. Auch die Rassen Pinzgauer und das Tiroler Grauvieh hatten ihren Auftritt auf der großen EUROTIER-Bühne. Auf einer Leinwand von 23 x 3 Metern wurde werbewirksam über einen Comic-Trickfilm auf die Qualitätsmarke RINDERZUCHT AUSTRIA hingewiesen. Der ÖBSZ war mit den Rassen Tiroler Bergschaf, Saanenziege, Gemsfarbige Gebirgsziege, Merino Schaf und Lacaune vertreten. Seitens von Pferd AUSTRIA wurde eine siebenjährige Noriker Stute ausgestellt. Die österreichischen EUROgenetik-Partner OÖ Besamungsstation, Landwirtschaftskammer Kärnten und die Rinderzucht Tirol waren am Stand der EUROgenetik vertreten und präsentierten drei Nachzuchtgruppen der Spitzenvererber HURLY, EVERGREEN und HOTROCKET.

V.l.: Dominika Kalcher, Dr. Fritz Führer (Geschäftsführer GENOSTAR) und Katrin Gruber präsentierten die österreichische Nachzuchtgruppe GS ZUERICH.

MINT: Fleckviehkühe der Extraklasse

Im Zuge der 40-jährigen erfolgreichen Kooperation zwischen GENOSTAR und dem Rinderzuchtunternehmen CRV Deutschland, die auf der Messe gebührend gefeiert wurde, konnte eine Nachzuchtgruppe des Stieres MINT präsentiert werden. Obwohl in Bayern gezüchtet, hat dieser genetische Wurzeln aus Österreich. Sein Vater MANIGO geht über MANDELA auf den bekannten österreichischen Stier MALF zurück, mütterlicherseits hat MINT den österreichischen Stier RAU in der Abstammung. Neben der hervorragenden Leistung der Töchter sind vor allem auch die Gesundheitsmerkmale bei MINT mit 127 außergewöhnlich hoch. 

GS ZUERICH - Der Wunsch jedes Milchviehhalters

Der von einem Bergbauernhof stammende Geheimtipp der Fleckviehzucht, wie es Ing. Reinhard Pfleger in seiner Analyse beschrieb, ist verantwortlich für außergewöhnlich leistungsbereite Kühe. Sozusagen ein Beispiel, dass sich Leistung mit Gesundheit und Schönheit vereinen kann. Der in der Steiermark gezogene ZAUBER-Sohn führt mit MV: REGIO und MMV: RUMBA zwei absolute Stempelbullen der bayrischen und österreichischen Fleckviehzucht im Blut. Passend dazu steht GS ZÜRICH auch in Gemeinschaftsbesitz von GENOSTAR und CRV und beeindruckt Bauern und Zuchtverantwortliche mit Töchtern in beiden Besamungsgebieten. Die GS ZÜRICH Mutter BLONI steht aktuell bei einer Lebensleistung von 95.000 kg Milch, hält bei 7 Kalbungen 120 GZW und erfreut sich nach wie vor bester Gesundheit und Stabilität. Die Eutergesundheit der beiden GS ZÜRICH Töchter ist beeindruckend. Beide Kühe hatten in ihrem Leben noch keine MP Kontrolle mit einer Zellzahl von mehr 36.000.

Die Nachzuchtgruppen MINT, ZUERICH und GS HUVI sowie zwei Holsteinkühe (v.r.) präsentierten sich in hervorragender Qualität.

GS HUVI: Der milchbetonte Braunviehtyp

Warum sich das österreichische Braunvieh in vielen Milchviehställen bewährt, zeigte die Nachzuchtgruppe von GS HUVI. Ziel des österreichischen Braunviehs ist ein möglichst hoher Gesamtzuchtwert, die Kombination von Milch-, Eiweißleistung- und Gesundheitsmerkmalen. Braunvieh ist bekannt für gesunde Formeigenschaften und seine Langlebigkeit. Die Nachzucht stellte einen sehr milchbetonten Braunviehtyp dar, die Summe seiner positiven Eigenschaften ist sicherlich die Stärke dieses Vererbers, zB der hohe GZW von 129 und einen guten Milchzuchtwert mit ordentlichen Inhaltstoffen. Seine überragende Stärke liegt aber auch im Fitnessbereich, wobei hier besonders der Nutzungsdauerzuchtwert von 121 und der einzigartig hohe Zuchtwert für weibliche Fruchtbarkeit von 120 hervorzuheben sind. GS HUVI stammt vom Stier GS HUXOY, dessen Nachzucht schon vor zwei Jahren an dieser Stelle bei der EUROTIER präsentiert wurde.

Der neue Besitzer der Pinzgauer Kalbin LOTTE auf der großen EUROTIER-Bühne.

Pinzgauer und Grauvieh: Die Alternative für extensive Bewirtschaftung

Die Pinzgauer Kalbin VIKIE (V: REIF) und die Tiroler Grauvieh Kalbin LOTTE (V: NUSELO) präsentierten sich als idealer Kuhtyp für die extensive Bewirtschaftungsweisen. Diese zwei Kalbinnen waren zweifelsohne das beliebteste Fotomotiv am österreichischen Stand und auch sehr noch schnell ausverkauft. Beide fanden ihre neuen Besitzer in Deutschland. Diese beiden autochthonen österreichischen Rassen produzieren Milch unter erschwerten Umweltbedingungen und haben ihre Vorzüge als Fleischrassen in allen Produktionslagen. Die durchschnittliche Jahresmilchmenge beträgt 5.000 kg, Spitzenleistungen liegen bei 7.000 kg. Die Leistung ist also umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass mehr als 80% der Grauviehbetriebe auf einer Seehöhe von über 1.000 m liegen. Das Pinzgauer Rind ist eine der letzten bodenständigen Rassen im Alpengebiet - aus dem österreichischen Salzburg. Es verfügt über ein sehr gutmütiges Temperament und Dank ihres ausgeprägten Mutterinstinktes wird es auch in der Mutterkuhhaltung eingesetzt. Besonders interessant sind die Zeichnung und die Farbe der Pinzgauer, die sie von anderen Rassen stark unterscheidet. Diese Rassen bestehen sowohl in Tropen- und Steppengebieten, als auch in Regionen mit extremer Kälte. Der Grund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit sind ihre stabilen Fundamente mit den harten Klauen.

Das Ziel des österreichischen Auftrittes wurde erreicht. Die Botschaft der hochwertigen Zuchttiere aus Österreich ist beim Publikum angekommen.

Wichtiger Auftritt für Österreich

Aufgrund der aktuell schwierigen Exportsituation kommt der Auftritt auf der Messe in Hannover zum genau richtigen Zeitpunkt. Die wirtschaftliche Krise in der Türkei ließ die Durchschnittspreise für trächtige Zuchtkalbinnen auf den österreichischen Zuchtrinderversteigerungen von knapp über 2.000,-- Euro noch im März dieses Jahres auf zuletzt 1.571,-- Euro im September fallen. Die RINDERZUCHT AUSTRIA war daher in den vergangenen Monaten intensiv mit der Bearbeitung von neuen Märkten beschäftigt. Umso wichtiger war es, Vertreter dieser Länder am Messestand in Empfang zu nehmen und auf die Qualität der österreichischen Genetik hinweisen zu können.

Großzügiges Sponsoring der Molkereien Berglandmilch/Tirol Milch, NÖM und Kärntner Milch.

Dank gilt unseren Sponsoren Berglandmilch/Tirol Milch, NÖM und Kärntner Milch, die uns mit diversen Milchgetränken und mit Käsespezialitäten versorgt haben.

Gruppenfoto des gesamten Betreuungsteams bestehend aus 7 Tierbetreuern, 4 StandbetreuerInnen und 2 ModeratorInnen.

 

Die EUROTIER: Maßstab der internationalen Tierzucht

Die internationale Landwirtschaftsmesse EUROTIER in Hannover, Deutschland, ist dieses Jahr mit rund 2.500 Austellern aus 62 Ländern auf 260.000 m2 die größte Landwirtschaftsmesse der Welt und findet alternierend mit der Agritechnica alle zwei Jahre statt. Für die österreichische Rinderzucht ist diese Messe aufgrund ihrer internationalen Bekanntheit von großer Bedeutung. Österreichische Zuchtrinder werden in über 50 Länder exportiert. Das Leitthema widmete sich dem Thema „Digital Animal Farming“. Die RINDERZUCHT AUSTRIA freut sich schon jetzt, Sie auf der EuroTier 2020 begrüßen zu dürfen, die bereits mit Dienstag, den 17. bis Freitag, den 20. November fixiert wurde.

Die Präsentationen zum Nachsehen finden sie auf nachfolgenden Links:

MINT: https://youtu.be/2ss5ue1B81Q  

GS ZUERICH: https://youtu.be/cJeRyOLX9iU

GS HUVI: https://youtu.be/JODdCdzj768

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