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Jungzüchterprofi - Tiergesundheit und Fütterung im Fokus der Jungzüchter/innen

Gesundheit bedeutet nicht nur einen Zustand ohne Krankheiten, sondern Wohlbefinden in körperlicher, geistiger und sozialer Hinsicht. Dieser Leitsatz findet auch in der Veterinärmedizin und Tierhaltung seine Daseinsberechtigung und stand im Zentrum beim Modul 4 des Jungzüchterprofis.

M4 Fütterung

Motivierte Jungzüchter/innen beim Modul 4 mit DI Karl Wurm

Die Teilnehmer/innen trafen sich von 17. bis 18. November in der LFS Vöcklabruck um ihr Wissen im Bereich Fütterung und Tiergesundheit auszuweiten und zu vertiefen. DI Karl Wurm, von der LK Steiermark brachte am ersten Tag viele Informationen zur wiederkäuergerechten Fütterung von Milchkühen, welche die Grundlage für eine gesunde Herde darstellt. Eine gesunde, vitale Kuh sollte am Tag insgesamt 55.000 Kauschläge inklusive Wiederkaufschläge machen. Das Wiederkauen ist vor allem wichtig, da durch das Einspeicheln des Futters der pH-Wert im Pansen gepuffert und somit eine enorme Menge an Natriumbicarbonat freigesetzt wird.

Neben den Grundlagen der Fütterung ist es wichtig, immer die Kuh im Zentrum des Geschehens zu sehen und diese zu beobachten. So kann es zum Beispiel sein, dass ein zu weit nach unten montierter Nackenriegel die Futteraufnahme negativ beeinflusst.

M4 Tiergesundheit

Diskussion der Speichelproduktion mit Mag. Berthold Grassauer

Beobachtung als besten Gesundheitsmittel

Mag. Berthold Grassauer, praktischer Tierarzt, zeigte auf mit welchen Parametern die Herde beobachtet werden kann, um somit den Grundstein für die Gesunderhaltung der Tiere zu legen. Neben den allseits bekannten zählen der Kauschläge, kann auch die Zählung der Atemschläge auf der linken Seite der Kuh ein wichtiger Indikator sein.

Die Beurteilung der körperlichen Verfassung anhand von Body Condition Score (BCS) während der Laktation bietet eine gute Möglichkeit den Stoffwechsel der Kuh im Griff zu haben. Startet die Kuh zu fett in die Laktation, sind Stoffwechselprobleme inklusive Folgebeschwerden in Richtung Fruchtbarkeit und Klauengesundheit vorprogrammiert. Ein optimales Zusammenspiel aus Management, Fütterung und Haltung gewährleistet das Wohlergehen unserer Rinder.

Im Zuge der Betriebsbesichtigung waren wir am Betrieb von Alexander Starzinger. Ein Newcomer in der Region, welche in den letzten fünf Jahren die Kuhanzahl verdreifachte und eine Aussiedelung des Betriebes, näher an den Ortsrand, durchführte. Mittlerweile glänzt der Betrieb mit 140 Kühen, ca. 100 Jungrindern und 90 ha bewirtschafteter Flächen.

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