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Dürre trifft Rinderbauern hart

Die wochenlange Dürrezeit hatte dramatische Auswirkungen auf unsere bäuerlichen Betriebe.

Die Produktivität der Weiden in der EU-28 vom 1 Juli bis 20. August 2018.

Grafik: EU-Informationsdienst MARS

 

Grünland und Futterbau litten in weiten Teilen Europas, wobei England, Skandinavien, viele Regionen Deutschlands, Holland, Belgien und Österreich, vor allem Oberösterreich, schwer betroffen waren.

Die an der Futterbasis Grünland hängenden Rinder- und Milchproduzenten gerieten schwer in Bedrängnis. Der regionale Zukauf von Ersatzfuttermitteln wurde immer schwieriger sowie die Preise dafür stiegen laufend. Konnten die Futtermittel nicht ausreichend beschafft werden, waren die Betriebe gezwungen, die Viehbestände abzustocken.

Der EU-Informationsdienst MARS (monitoring agricultural ressources) hat zur Lage der Futterproduktion einen Bericht herausgegeben, der diese Grünlanderträge im Minimum anzeichnete. Kurioserweise lagen im Trockenjahr 2018 die traditionell trockenen südeuropäischen Länder, wie Italien, Spanien oder Griechenland, im grünen Bereich.

Regierung schnürt Hilfspaket

„Für die schweren Einbußen in der Landwirtschaft legte deshalb Anfang September die österreichische Bundesregierung ein Hilfspaket im Ausmaß von rund 60 Mio. Euro vor, 20 Mio. davon fließen in die Direktzahlungen für betroffene Betriebe, vor allem für Tierhalter und 40 Mio. Euro in Vorsorgemaßnahmen“, weist Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger hin. Bei Tierausfallversicherungen wird ein Prämiensystem eingeführt, bei dem Prämien mit 55% bezuschusst werden. Bei Agrarkrediten gibt es die Möglichkeiten der Stundung oder Verlängerung der Laufzeit. Weiters werden Agrarsonderkredite für Betriebe in betroffenen Regionen aufgelegt.      

Quelle: OTS/LK Ö/AIZ

 

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