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Perspektiven für den Milchmarkt von morgen

Zu dieser Thematik tagten am 13. und 14. September 2018 im oberösterreichischen Haslach im Mühlviertel ExpertInnen im Rahmen der „Österreichischen Milchwirtschaftlichen Tagung 2018.

V.l.: Mag. Ronald Zecha (HBLFA Tirol), Mag. DI Johann Költringer (GF VÖM), Dr. Klaus Dillinger (HBLFA Tirol), Ök.-Rat Johann Schneeberger (Obmann Berglandmilch), DI Josef Plank (BMNT), Prof. Dr. Werner Beutelmeyer (market Institut), Dr. Theodor Thanner (Bundeswettbewerbsbehörde), Helmut Petschar (Präsident VÖM), Dr. Michael Blass (AMA-Marketing), DI Josef Braunshofer (Berglandmilch).     

Die Tagung wird jedes Jahr von der HBLFA Tirol in  Rotholz in Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der österreichischen Milchwirtschaft (VÖM) und freundlicher Unterstützung der Berglandmilch eGen ausgerichtet.

Der Generalsekretär vom BMNT, DI Josef Plank, referierte zum Thema „Perspektiven aus dem Regierungsprogramm für den Milchmarkt von morgen“, Dr. Theodor Thanner, Generaldirektor der Bundeswettbewerbsbehörde Wien, erläuterte die Rahmenbedingungen für den Wettbewerb am Milchmarkt, Prof. Dr. Werner Beutelmeyer (market Institut) präsentierte die Trends am Lebensmittelmarkt. Am 2. Tag gaben Sektionschef Dr. Ulrich Herzog (BMASGK) und DI Adolf Marksteiner (LK Ö) einen Überblick über Tiergesundheit, Tierschutzgesetz und die Forderungen aus Sicht des Marktes. Dr. Christa Egger-Danner (ZuchtData) und DI Markus Koblmüller (LfL-OÖ) zeigten die vielfältigen Möglichkeiten der Datennutzung und Datenvernetzung entlang der Wertschöpfungskette Milch auf.

Vor allem mit dem neuen Projekt D4Dairy – offizieller Projektstart ist der 1. Oktober 2018 – soll die Vielfalt an Daten aus den verschiedensten Bereichen der Milchproduktion vernetzt und aufbereitet werden und letztendlich als Unterstützung auf den bäuerlichen Betrieben dienen. Das Konsortium unter der Leitung von Christa Egger-Danner hat dazu ein international wettbewerbsfähiges Netzwerk aus 30 Wirtschaftspartnern und 12 Wissenschaftspartnern aufgebaut.

VÖM-Präsident Helmut Petschar zeigte die aktuellen Entwicklungen am Milchmarkt auf. Während vor einem Jahr noch hohe Butterpreise den Milchmarkt prägten, kam es europaweit Ende 2017 zu deutlichen Rückgängen, die sich erst im Laufe des heurigen Jahres nach mehreren Auf- und Abwärtsbewegungen wieder erholten. Aktuell zeigt die Dürre auf den Milchmärkten mit steigenden Notierungen erste Auswirkungen. Die Milchanlieferung lag im ersten Halbjahr 2018 EU-weit um 1,8% über dem Vorjahresniveau, in Österreich lag sie mit +5,1% im Durchschnitt deutlicher über dem Vorjahreswert. Mehrere Molkereien steuerten daher durch Mengenmanagement-Systeme dagegen. Die österreichischen Erzeugermilchpreise waren von Jänner bis Juni 2018 anhaltend rückläufig, im Juli konnten sie erstmals in diesem Jahr wieder zulegen. Konkret zahlten die heimischen Molkereien für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß im Durchschnitt netto rund 36 Cent/kg, das sind noch 4% unter dem Vorjahresniveau.

Quelle: AIZ/VÖM

 

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