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EU-Erzeugermilchpreise 2017: Deutliches Plus

Nachdem sich die Erzeugermilchpreise in der EU in den Jahren 2015 und 2016 auf einem sehr niedrigen Niveau bewegt hatten, konnten sie 2017 deutlich zulegen.

EU-Erzeugermilchpreise 2017 zeigten ein deutliches Plus

Im Schnitt zahlten führende europäische Molkereien ihren Lieferanten 35,24 Cent netto/kg Rohmilch, das entsprach gegenüber dem Vorjahr 2016 einem Anstieg um 6,93 Cent oder 24%.

Außerhalb der EU kam es 2017 ebenfalls zu einem Plus bei den Erzeugermilchpreisen, allerdings in geringerem Umfang. So erhöhte sich der Milchpreis beim neuseeländischen Marktführer Fonterra (dem weltweit größten Exporteur von Molkereiprodukten) im Jahresschnitt um knapp 16% auf 32 Cent je kg. In den USA wurden die Preise für Rohmilch der Klasse III im Mittel um 6,5% auf 36,22 Cent angehoben. In der Schweiz lag der Erzeugerpreis der marktführenden Molkerei Emmi 2017 im Schnitt bei umgerechnet 49 Cent je kg (-1,6%).

Dem deutlichen Anstieg der EU-Erzeugermilchpreise ab Mitte 2017 folgte Anfang 2018 eine Phase mit negativer Tendenz. Im Jänner zahlten marktführende europäische Molkereien ihren Lieferanten im Mittel noch 35,44 Cent netto/kg Rohmilch. In den folgenden Monaten gaben die Erlöse kontinuierlich nach, zuletzt im Mai hat sich der Preis um 0,4 Cent auf 35,58 Cent netto weiter verringert.

Quelle: LTO/AIZ/Kamleitner

 

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