Sprachauswahl


Besamungen durch Landwirte nehmen zu

Einmal im Jahr erfolgt die Erfassung der Besamungsdaten über die ZAR bei den Besamungsstationen und den Samendepots in Österreich.

Besamungen und die Besamungsdichte haben in den vergangenen sechs Jahren tendenziell abgenommen.

Grafik: ZAR

 

Derzeit gibt es fünf zugelassene Besamungsstationen sowie elf Samendepots für den Innergemeinschaftlichen Handel (IGH) mit Rindersamen. Mit der flächendeckenden Einführung der künstlichen Besamung in den fünfziger Jahren bzw. dem endgültigen Durchbruch mit der Einführung des Tiefgefrierverfahrens im Jahre 1966 ausgehend von Oberösterreich konnte neben der Erhöhung des Zuchtfortschrittes vor allem auch die Übertragung von Deckseuchen verhindert werden.

Besamungsdichte nimmt leicht ab

Die Entwicklung im Samenexport verlief in den vergangenen zehn Jahren mit der Steigerung um einem Drittel sehr positiv. Im letzten Jahr konnte der Export um 2,0% auf 746.000 Portionen zulegen und trug damit wesentlich zur positiven Handelsbilanz bei, die sich um 14% auf 185.000 Samenportionen verbessert hat. Die Besamungsdichte, die Anzahl aller Besamungen in Österreich, die bei den aktuell 459.487 Kontrollkühen der Milch- und Fleischleistungskontrolle durchgeführt wird, lag im Jahr 2017 bei 94,7%. Die restlichen 5,3% erfolgten auf traditionellem Wege über den Natursprung. Insgesamt wurden 1,281 Mio. Besamungen durchgeführt (+1,1%). Die meisten erfolgten über die Tierärzte (47,5%), gefolgt von den Eigenbestandsbesamern (47,4%) und den Besamungstechnikern (5,1%). Besamungen über die Tierärzte haben in den vergangenen Jahren leicht abgenommen, die Besamungen von Eigenbestandsbesamern dagegen nahmen kontinuierlich zu.

Anteil der Besamungen nach Besamungsdienstleister in Österreich

Grafik: ZAR

Die meisten Besamungen, nämlich 35,4% wurden über GENOSTAR mit den Standorten Bergland (20,5%) und Gleisdorf (14,9%) abgewickelt, es folgt die OÖ Besamungsstation in Hohenzell mit 32,6% und das Samendepot in Rotholz mit einem Anteil von 10,5% aller durchgeführten Besamungen in Österreich. Intensive Handelsbeziehungen, vor allem auch über die Genetic Austria, tragen dazu bei, das Samen weltweit in über 50 Ländern exportiert werden können.

zurück