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Die Klauengesundheit im Griff

Betrieb und Milchkühe sollen auf einem gesunden Fundament stehen.

 

Beispiel für zukünftige Berücksichtigung der Klauenbefunde im LKV-Herdenmanager (Tier-Historie)

Die Verwendung von regelmäßig erhobenen Daten aus der Milchleistungskontrolle und den Gesundheitsaufzeichnungen im Herdenmanagement gehört heute in vielen Betrieben zum Standard wie sie zB im RDV über den LKV-Herdenmanager bereitgestellt werden. Lücken gibt es hier derzeit noch im Bereich der Klauengesundheit. In Österreich werden über die tierärztlichen Diagnosen auch Klauenerkrankungen zentral erfasst und Abgänge aufgrund von Klauenerkrankungen routinemäßig erhoben. Damit werden allerdings überwiegend nur Informationen von Kühen, bei denen der Schweregrad der Erkrankung bereits weit fortgeschritten ist, erfasst. Leichte bis mittelgradige Lahmheiten, die bereits zu beachtlichen Leistungseinbußen führen können, bleiben häufig unbeachtet. Im Zuge der Klauenpflege kommen Klauenerkrankungen und –veränderungen zum Vorschein, in deren Auftreten die Ursache für Lahmheiten zu finden ist. Die RINDERZUCHT AUSTRIA erarbeitete daher federführend, gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Klauenpfleger ein Projekt mit Titel Klauen-Q-Wohl, das im Oktober 2017 startete. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer österreichweiten zentralen und standardisierten Erfassung und Auswertung von Daten zu Klauengesundheit, Lahmheit und Tierwohl und der Ableitung von betriebsspezifischen Empfehlungen zur Verbesserung der Tiergesundheit.

Projektpartner

 

Das Projekt richtet sich an alle LandwirtInnen, die die Klauengesundheit ihrer Herde erhalten, überwachen und verbessern wollen,  aber auch an KlauenpflegerInnen, die ihre betreuten LandwirtInnen dabei aktiv unterstützen wollen. LandwirtInnen soll die Erfassung von Klauenpflegedaten und Lahmheiten auf Basis des ICAR-Klauengesundheitsatlas über Tools wie eine erweiterte Eingabemaske im LKV-Herdenmanager oder eine App zur einfachen mobilen Erfassung in den RDV ermöglicht werden.

 

Entwicklung eines Klauenmoduls im LKV-Herdenmanager

Für die langfristige und nachhaltige Verbesserung der Klauengesundheit ist die Zucht auf gesunde Klauen wichtig. Klauengesundheitsmerkmale weisen wie andere Fitness- und Gesundheitsmerkmale niedrige Erblichkeiten auf. Wie Erfahrungen bei anderen Fitnessmerkmalen, z.B. Nutzungsdauer, zeigen, ist es dennoch möglich, diese Merkmale bei gleichzeitig hohen Zuchtfortschritten für die Milchleistung genetisch zu verbessern. Bei niedrigen Erblichkeiten braucht es umso mehr phänotypische Daten für die Beschreibung dieser Merkmale. Daher ist es wichtig, dass die Klauenpflegedaten standardisiert und möglichst umfassend für die Zuchtwertschätzung genutzt werden können. Jetzt teilnehmen und informieren unter

www.zar.at -> Projekte
-> Klauen-Q-Wohl.

Poster ICAR Klauengesundheitsatlas

ICAR-Klauenatlas

https://elearning.klauenfitnet.de/

 

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