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Fleischleistungsprüfung 2017: Mehr Betriebe und Kühe

Seit fast dreißig Jahren ist die Fleischleistungsprüfung ein fixer Bestandteil der österreichischen Rinderzucht.

Die Rasse Murbodner konnte auch im Kontrolljahr den Anteil um ein Prozent auf 19%, auf insgesamt 5.119 Tiere, steigern.         

Im Kontrolljahr 2017 wurden von den acht unabhängigen Landeskontrollverbänden auf 2.772 Betrieben von fast 27.000 Kühen Daten im Rahmen der Leistungskontrolle erhoben. Das waren zum Vorjahresvergleich um 107 Betriebe bzw. 468 Kontrollkühe mehr. Die Vielfalt der Rassen ist in der österreichischen Mutterkuhhaltung besonders hoch. So werden von 35 verschiedenen Rassen Daten im Rahmen der Feldprüfung wie das 200-Tage Gewicht (Absetzgewicht), das 365-Tage Gewicht (Jahresgewicht) und die Geburtsgewichte und Geburtsverläufe erhoben. Neben der Feldprüfung erfolgt auch eine Eigenleistungsprüfung für Fleischrinder in Kalsdorf, Stmk. Die größte Rassenvielfalt gibt es in Niederösterreich mit 27, gefolgt von der Steiermark mit 25 und Tirol mit 24 Rassen. Bezogen auf die Anzahl der kontrollierten Fleischrinder ist ebenfalls das Bundesland Niederösterreich mit 5.742 Kontrollkühen die Nummer eins, knapp dahinter die Steiermark mit 5.605 Tieren und Kärnten mit 4.270 Tieren. Die prozentuell höchsten Zuwächse an geprüften Tieren gab es demnach in Salzburg und in Vorarlberg mit jeweils 4,4%, gefolgt von Kärnten und Niederösterreich mit jeweils 2,1%.

Auszeichnungen für erfolgreiche Fleischrinderzüchter

Seit 2011 vergibt die ZAR Auszeichnungen für die besondere Lebensleistung von Fleischrindern. Österreichweit gab es im Kontrolljahr 2017 insgesamt 135 Fleischrinder, welche die Kriterien für diese Auszeichnung erreichen, um ein Viertel mehr als im Vorjahr. Dafür müssen die Tiere eine Zwischenkalbezeit von weniger als 400 Tagen, ein Erstkalbealter unter 36 Monaten sowie ein Mindestalter von 16 Lebensjahren vorweisen. Denn Langlebigkeit hat in der Mutterkuhhaltung eine besondere Bedeutung.

Neue Zuchtwerte für Fleisch- und Generhaltungsrassen ab Dienstag

Die Daten, die im Rahmen der Fleischleistungsprüfung von den acht unabhängigen Landeskontrollverbänden erhoben werden, werden seit 2017 für die Zuchtwertschätzung für Fleisch- und Generhaltungsrassen verwendet. Es werden Zuchtwerte für die Merkmale Fleisch (200-Tage-Gewicht, 365-Tage-Gewicht, Nettozunahme, Handelsklasse), Kalbeverlauf, Totgeburtenrate, Fruchtbarkeit (Zwischenkalbezeit) und der Fleischrinder-Gesamtzuchtwert (FGZW) einmal im Jahr, geschätzt und veröffentlicht. Am kommenden Dienstag, den 23. Jänner, ist es wieder soweit. Dann stehen Zuchtwerte für insgesamt 12 Rassen für die Züchter zur Verfügung: Angus, Blonde d’Aquitaine, Charolais, Fleckvieh, Grauvieh, Limousin, Murbodner, Original-Braunvieh, Pinzgauer, Pustertaler Sprintzen, Tux-Zillertaler und Waldviertler Blondvieh.

Die Zuchtwerte stehen auf der ZAR-Homepage zum Download und auch in der Zuchtwert-Datenbank zur Verfügung (www.zar.at).

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