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Wintertagung 2017: Wer versorgt uns morgen?

Das Ökosoziale Forum hatte vom 30. Jänner bis 3. Februar 2017 zur alljährlichen Diskussionsveranstaltungsreihe Wintertagung eingeladen. Mit dem sehr prägnanten Thema „Unser Essen. Unsere Regionen. Wer wird uns morgen versorgen?“ konnte ein breites Publikum angesprochen werden. 

 

Experten der österreichischen Rinderzucht auf der Wintertagung: V.l: ÖR Johann Derler, DI Franz Schallerl, DI Martin Stegfellner, Stefan Lindner, DI Karl Zottl, Dr. Karl Buchgraber, Mag. Max Hörmann, Andreas Täubl, Ing. Richard Pichler

Agrarpolitischer Auftakt

Den Auftakt machte wie jedes Jahr die Agrarpolitik. Auch dieses Jahr schaffte es das Ökosoziale Forum hochkarätige Referenten zu gewinnen. An der Spitze der Top-Referenten berichtete Phil Hogan, Agrarkommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Europäische Kommission, Brüssel über die europäische Agrarpolitik und gab einen kurzen Ausblick in die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik. Maired McGuiness verdeutlichte als Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung die Wege für die neue GAP.

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter zeigte die Vorreiterrolle der österreichischen Landwirtschaft auf. Die hohe Qualität der österreichischen Lebensmittel und die Produktvielfalt zeichnen die heimische Landwirtschaft aus. Der bäuerliche Familienbetrieb stellt hierbei die wichtigste Basis für die heimische Landwirtschaft dar. Neben der Präsidentin des Ökosozialen Forums Europa, Elisabeth Köstinger, brachte auch ZAR-Obmann Stefan Lindner in der Podiumsdiskussion die Strategie und Sichtweise der Österreichischen Molkereien zum Ausdruck.

 

BM Rupprechter hob die österreichische Rinderzucht vor allem im internationalen Kontext als positives Beispiel hervor.

Fachtage Grünland und Viehwirtschaft

In bewährt guter Organisation rund um das Team von Dr. Karl Buchgraber fanden vom 2. - 3. Februar 2017 die mittlerweile 23. Fachtage für Grünland und Viehwirtschaft in Aigen im Ennstal statt. Neben den Hauptthemen rund um die Milchproduktion und den Entwicklungen am Milchmarkt stand die Futterkonservierung als Basis für die optimale Fütterung auf der Agenda.

Klaus Salhofer berichtete über die vergangenen und aktuellen Entwicklungen am Milchmarkt und machte deutlich, dass eine Wiedereinführung der Quotenregelung nicht die Lösung der Marktschwankungen des Milchmarktes sein kann. Erstmals in der Geschichte dieser Fachtage stand auch der Konsument im Mittelpunkt mit dem Referat „Wir Bauern und die Konsumentenschaft“ von Kabinettchef des BMLFUW, DI Michael Esterl. Mit der Vorstellung des Vereines „Land schafft Leben, Den Lebensmitteln auf der Spur“ kamen auch eine Salzburger Stadtbäuerin und eine Konsumentin zu Wort. Ein weiterer Schwerpunkt wurde auch dieses Jahr auf die Rinderwirtschaft– und haltung gelegt. Rund um das Thema „Nachhaltige Rinderzucht – der österreichische Weg“ wurden interessante Einblicke in aktuelle Entwicklungen gegeben.

Obmann Lindner skizierte mit seinem Vortrag „ Der Weg der RINDERZUCHT AUSTRIA“ die Aufgaben, Ziele und Strategie der österreichischen Rinderzucht. Den Abschluss der diesjährigen Wintertagung 2017 machte Bundesminister Andrä Rupprechter. Er hob in seiner Rede die Bedeutung der Erhaltung, Unterstützung und Entwicklung des ländlichen Raumes hervor. Zudem betonte er die äußerst guten und erfolgreichen Entwicklungen in der österreichischen Rinderzucht und den Absatz heimischer Zuchtrinder.

 

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