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ZAR-Delegation nach Kars und Ankara

Auf Einladung von Dr. Ismail Ergöz, türkischer Koordinator und Projektleiter des IPARD-Projekts in Kars, erfolgte vom 11.-13. Juni der Erstbesuch von ZAR-Obmann Stefan Lindner, Geschäftsführer Dipl.-Ing. Martin Stegfellner, Mag. Peter Kreuzhuber (Genetic Austria), Ing. Richard Pichler (Fleckvieh Austria) und Mag. Özkan Demir (CIN Consult) in Ostanatolien.

Nach vielen Bemühungen kam ein Termin mit Landwirtschaftsminister Faruk Celik zustande. Mit diesem konnten die österreichischen Vertreter über die österreichischen Zuchtrinderexporte und die damit verbundenen Handelshemmnisse sprechen. Minister Celik sprach sich dabei für direkte Handelsbeziehungen, die über staatliche Einrichtungen, wie TIGEM, durchgeführt werden sollen, aus. 

Neben Betriebsbesuchen standen im Rahmen der Delegationsreise Gespräche mit den Organisationen TIGEM, CBAT sowie im türkischen Landwirtschaftsministerium am Programm. Der Bürgermeister von Kars, Göksal Toksoy, betonte die gute Kooperation mit den österreichischen Partnern beim Projekt. Er war schon einige Male in Österreich, u.a. bei der Verbandsschau in Maishofen. ZAR-GF Martin Stegfellner wies auf die dringend erforderlichen Weiterbildungsmaßnahmen für die Investitionsbetriebe hin und stellte die Möglichkeit für Workshops, Seminare und Vor-Ort Schulungen von österreichischen Experten vor. Weiters wurden österreichische Zuchtviehexporte in die Provinz Kars als kostengünstige Abwicklungsvariante vorgestellt, da diese direkt an die Bauern ohne zwischengeschaltete Importeure erfolgen.

Nach Gesprächen mit dem Gouverneur und Vertretern der Provinz Kars betreffend Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und im Tourismus – Klima und Bergbauerngebiete sind ähnlich wie Österreich - folgte der 2. Teil der Reise in Ankara. Mit dem Generalsekretär von CBAT (Verband türkischer Rinderzüchter) konnte über die Fortsetzung der langjährigen Partnerschaft gesprochen werden.

Die Zusammenarbeit der RINDERZUCHT AUSTRIA mit der Türkei wurde trotz politisch angespannter Situation durch die Delegationsreise weiter intensiviert. Als nächster Schritt wird ein Konzept für Schulungen österreichischer Experten von Know-how für die türkischen Landwirte ausgearbeitet.

Mehrere TV-Stationen hatten Interesse an einem Interview mit ZAR-Obmann Stefan Lindner

Projektstart

2015 startete die RINDERZUCHT AUSTRIA ein IPARD-Projekt in der Region Kars, Ostanatolien. Im Rahmen von der EU finanzierten Heranführungshilfe für Entwicklungsländer werden ca. 80 bäuerliche Familienbetriebe unterstützt. Das IPARD-Projekt ist besonders wichtig als Maßnahme gegen die Abwanderung vom Land und zur Förderung der Wirtschaft in der gesamten Region. Im östlichsten Teil der Türkei herrschen vorwiegend sehr schwierige Produktionsbedingungen vor, trotzdem sind die Landwirte motiviert. Das Gesamtprojekt sieht eine Lieferung von 5.000 Fleckvieh Zuchtkalbinnen vor. Zusätzlich sollen österreichische Experten die Rinderzüchter vor Ort mit Fachberatung unterstützen.

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