Sprachauswahl


Beobachtung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Klauenpflege

Die Jungzüchterprofis trafen sich am Samstag, den 11. November 2017, im Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein, um sich im Bereich Klauenmonitoring und Klauenpflege weiterzubilden. Insgesamt folgten 12 interessierte JungzüchterInnen aus demgesamten Bundesgebiet der Einladung zum Aufbaumodul. Als Referent aus der Praxis konnte der Obmann der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Klauenpfleger, Robert Pesenhofer, gewonnen werden.

 

Anatomie als Grundlage

Grundlage für eine erfolgreiche funktionelle Klauenpflege ist das Wissen rund um die Anatomie der Rinder, denn Ziel muss es sein, das Gewicht der Kuh bestmöglich zu verlagern. Betrachtet man die Klauen im Verhältnis eines Fußabdruckes zum Menschen, dann ist die Auflagefläche der Klauen viel geringer und der auf die Klauen ausgeübte Druck umso höher. Daher ist eine funktionelle Klauenpflege unerlässlich.

Gutes so gut als möglich pflegen

Die Jungzüchterprofis lernten, dass vor allem Zeit der Schlüssel zur funtkionellen Klauenpflege ist. 

Gut Ding braucht Weile, denn mit genügend Zeit für die Beobachtung der Kuh in der Bewegung ist der Grundstein für die korrekte Klauenpflege gelegt. Begonnen werden soll immer bei der kleineren Klaue, da diese meist krankheitsanfälliger ist. „Gutes so gut als möglich pflegen“ ist der Leitsatz einer tiergerechten Klauenpflege.

Mit der Hohlkehlung die Klauen zusätzlich entlasten

Alexander Hörmandinger aus Oberösterreich versucht die richtige Länge der Klauen mit Hilfe einer Schablone abzulesen.

Die Klauen erhalten mit der richtigen Hohlkehlung - im Fachjargon auch „Modell“ genannt - einen guten Gripp und reinigen sich dadurch auch besser. Damit kann einem Sohlengeschwür bereits im Vorfeld entgegengewirkt werden.

Praxis ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor

Damit das Erlernte gefestigt und auf den Betrieben zuhause umgesetzt werden kann, durften die Jungzüchterprofis unter fachlicher Anleitung von Robert Pesenhofer an einer lebenden Kuh trainieren. Probieren, wie tief geschnitten werden darf und wie das Innenleben einer Klaue aussieht, konnten die TeilnehmerInnen hautnah anhand von Schlachtpräparaten.

zurück