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Stationstierärzte tagten in Helsinki

Bei der Jahrestagung der Europäischen Stationstierärzte (Al Vets) und der ESDAR-Jahrestagung war auch die österreichische Rinderzucht zugegen, um neue Entwicklungen in den Bereichen Tierzucht und Biotechnologie zu erörtern.

Bei der Jahrestagung der Europäischen Stationstierärzte (Al Vets) und der ESDAR-Jahrestagung gab es viele Informationen sowohl für Tierärzte als auch für Tierzüchter.

Am 11. September 2014 fand die Jahrestagung der Europäischen Stationstierärzte (AI Vets) im finnischen Helsinki statt. Wie immer wurden dort neue Erkenntnisse rund um die künstliche Besamung von Rind und Schwein vorgetragen und diskutiert, aber auch rahmenpolitische Themen berücksichtigt. Seitens der österreichischen Rinderzucht waren Dr. Gabriele Wetchy  und Dr. Friedrich Führer (beide
GENOSTAR) anwesend.

Hans-Peter Schons von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter (ADT) aus Brüssel berichtete über den aktuellen Entwurf zum europäischen Tiergesundheitsgesetz. Die bereits am 6. Mai 2013 von der Kommission vorgeschlagene Verordnung wird zahlreiche bestehende Richtlinien ersetzen und die darin enthaltenen Vorgaben sind – im Gegensatz zu heute – in allen Mitgliedstaaten unmittelbar anzuwenden. In dem Entwurf werden jedoch in erster Linie die allgemeinen Prinzipien festgelegt. Die Details werden in einem zweiten Schritt in weiteren Rechtsakten von der EU geregelt.

Inzwischen wurde der Vorschlag für das Tiergesundheitsgesetz von der Kommission an das Parlament und den Rat weitergeleitet, wo es derzeit in ver-schiedenen Ausschüssen diskutiert wird. Es ist davon auszugehen, dass das neue Gesetz 2015 angenommen, aber nicht vor 2018 angewendet wird. In dieser Übergangzeit sollen die Durchführungs- und delegierten Rechtsakte mit den konkreteren Bestimmungen erstellt werden, auf deren Abfassung die Mitgliedstaaten aber unmittelbar weniger Einfluss haben werden als auf die Verordnung. Dies betrifft zum Beispiel Rechtsakte wie die Richtlinie 88/407/EWG, die für die Besamung von Bedeutung ist oder Rechtsakte, welche die Bekämpfung von Krankheiten wie Blauzungenkrankheit, Brucellose und Tuberkulose regeln.

Quelle: ADR

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