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Rinderzucht ist das Fundament für den Tourismus

Im Jahre 2013 betrug die Wertschöpfung des heimischen Tourismus rund 23,1 Mrd. € und die Deviseneinnahmen machten 15,1 Mrd. € aus. Fast 133 Mio. Gästenächtigungen, überwiegend in den ländlichen Regionen und im Berggebiet, untermauern die wirtschaftliche Bedeutung der Tourismuswirtschaft.

Durch die Rinderwirtschaft werden fast 50.000 Arbeitsplätze im Tourismus gesichert.

ZuchtData/Winter

Dazu leistet die Rinderwirtschaft einen unverzichtbaren Beitrag. „Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) begrüßt“, wie Obmann Ökonomierat Anton Wagner betont, „die Nominierung von Reinhold Mitterlehner zum neuen ÖVP-Obmann und für die Tourismuswirtschaft zuständigen Minister in der Erwartung, dass er den bedeutendsten Produktionszweig innerhalb der österreichischen Landwirtschaft auch weiterhin das notwendige politische Augenmerk schenkt. Auf die tierische Produktion entfallen mit 3,5 Mrd. € fast 50% der landwirtschaftlichen Wertschöpfung. Die Rinderzucht ist für den Tourismus unverzichtbar. Etwa 58.000 Grünlandbetriebe bewirtschaften 670.000 ha und sind für eine funktionierende Almwirtschaft in den Bergregionen verantwortlich. Besonders erfreulich ist auch das Erfolgsmodell „Urlaub am Bauernhof“, an dem sich viele Zuchtbetriebe beteiligen. Wie dem “Grünen Bericht 2014“ zu entnehmen ist, bieten 9.900 Betriebe rund 114.000 Gästebetten an, wobei die Bundesländer mit einem hohen Anteil an Bergbauern und Rinderzuchtbetrieben, nämlich Tirol und Salzburg, an der Spitze liegen.

Aktionsplan für den ländlichen Raum

Viele Städter suchen Erholung in der Natur und verbringen „Urlaub am Bauernhof“.

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Mittlerweile leben mehr Menschen in den Städten als auf dem Land, was auch dazu führt, dass der Kontakt zu den Sorgen und Problemen der bäuerlichen Familien und zur Situation in der Landwirtschaft schwindet. „Aus diesem Grund begrüßt die ZAR eine Empfehlung im Grünen Bericht 2014 an Agrarminister Rupprechter, dass die Agrarpolitik aktiv an der Mitwirkung und Erarbeitung einer umfassenden Strategie für den ländlichen Raum und zur Entwicklung eines Masterplans beiträgt, um der Abwanderung aus bedrohten Regionen wirksam entgegenwirken zu können“, stellt Ökonomierat Anton Wagner aus aktuellem Anlass fest. Der Rinderwirtschaft bereitet der Strukturwandel große Sorgen. Der Bestand an Milchkühen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten auf etwa 525.000 halbiert. „Große Hoffnungen werden daher an die erfolgreiche Fortführung des ländlichen Entwicklungsprogramms gesetzt, da es ein unverzichtbares Instrument für eine nachhaltige Landwirtschaft und die Existenzsicherung für die Grünland- und Bergbauernbetriebe darstellt. „Die Arbeit der freiwilligen Interessenvertretungen in der gesamten Tierproduktion ist ein Schlüssel zum Erfolg. Es geht darum, die unverzichtbare Beratungsarbeit dieser Organisationen auch in den kommenden Jahren außer Frage zu stellen“, erklärt ZAR-Obmann Anton Wagner in Anbetracht der laufenden Diskussionen über die Budgetpolitik und begrüßt, dass in den „Maßnahmen für die Land- und Forstwirtschaft 2015“ auf die Bedeutung der Erhebung von Zuchtdaten und die Arbeit der Landeskontrollverbände für die Qualitätssicherung der tierischen Produkte hingewiesen wird.

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