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Efficient Cow - Aktueller Stand der Umsetzung

Nach rund einem Jahr Vorbereitung der Logistik für die Datenerfassung werden aktuell im Rahmen des Projektes "Efficient Cow" seit Jänner 2014 an 170 Milchviehbetrieben in Österreich sehr umfangreiche Daten zum Thema Effizienz und Gesundheit erhoben.

Mitarbeiter der Verbände und Landwirte sind bei der Datenerfassung gefordert.

Rückmeldungen von Landwirten, aber auch internationale Forschungsschwerpunkte, zeigen das große Interesse, wie die Milchproduktion optimiert werden kann. Effizienz umfasst nicht nur den Aspekt, möglichst viel Milch und Fleisch aus den eingesetzten Futtermitteln zu erzeugen, sondern erfordert auch, dass die Kühe gesund bleiben und regelmäßig ein Kalb bekommen.

Datenerfassung läuft auf Hochtouren

Im Kalenderjahr 2014 werden an 170 Betrieben und ca. 5500 Kühen in Österreich, verteilt über verschiedene Regionen, Betriebsintensitäten und unterschiedliche Futtergrundlagen, sehr umfassende Daten zur Effizienz und Gesundheit erhoben. Die Abbildung nebenan gibt einen Überblick über die erhobenen Daten. Das reicht von einmaliger Erfassung von Haltungsinformationen bis zur Erfassung von tierindividuellen Daten bei jeder Milchleistungskontrolle.

Landwirte und Mitarbeiter der Landeskontrollverbände und Zuchtverbände stark gefordert

Auf den teilnehmenden Betrieben werden bei jeder Milchleistungskontrolle alle Kühe gewogen, vermessen, Bemuskelung und BCS bestimmt, Lahmheitsscoring durchgeführt und auch die Fütterungsinformationen erhoben. Bis 9. September 2014 wurden insgesamt bereits 7651 Formulare erfasst. Ein konstantes Monitoring der Datenerfassung und Dateneingabe ist notwendig, um diese Informationen zeitnah und korrekt im Rinderdatenverbund zu erfassen.

Rückmeldungen für Landwirte

Es ist dem Projektträger (ZAR) und den Projektpartnern wichtig, dass die Landwirte als Gegenleistung für den sehr großen Aufwand auch Auswertungen erhalten, die helfen, den Betrieb in Bezug auf Produktionseffizienz zu verbessern. Erste Auswertungen wurden für die Betriebe erstellt und den Landeskontrollverbänden übermittelt. Es ist vorgesehen, dass diese regelmäßig aktualisiert werden und einige weitere vertiefende Auswertungen noch im Herbst 2014 zur Verfügung gestellt werden. Im März 2015 ist dann einen Zwischenauswertung über sämtliche tierspezifischen Daten vorgesehen.

Die Erfassung der Fütterungsinformationen ist sehr aufwändig und wird noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Aus allen zur Verfügung stehenden Daten werden Parameter und Auswertungen für die Produktionseffizienz ausgearbeitet und erstellt und den teilnehmenden Betrieben in Form eines umfangreichen Endberichts zur Verfügung gestellt werden. Dazu ist eine Österreich weite Veranstaltung im Herbst 2015 vorgesehen. Die Daten sollen helfen, genetische Zusammenhänge zwischen verschiedenen Merkmalen bei den Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Holstein Friesian besser verstehen zu können. Für die Zucht ist wichtig, dass Merkmale möglichst kostengünstig auf vielen Betrieben in der Routine erfasst werden können.

Resümee

Die Datenerfassung ist eine große Herausforderung für alle Projektpartner – angefangen bei den Landwirten bis zu den Mitarbeitern der beteiligten Organisationen. Herzlichen Dank an alle teilnehmenden Landwirte und all jene, die sich mit Engagement einbringen. Eine gute Datengrundlage ist die Voraussetzung für jede züchterische Weiterentwicklung.

 

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