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Durchschnittliche Milchleistung lag im Jahr 2013 bei 7.200 kg

Steigende Kontrollkuhanzahl als Zeichen der Professionalisierung

Die Milchleistungsprüfung erfolgt in Österreich - je nach Methode - zwischen 8 und 11 Mal pro Betrieb und Jahr.

Von den insgesamt 766.215 Kühen in Österreich standen im Jahr 2013 rund 78% unter Milchleistungskontrolle. Die Anzahl der Kontrollkühe hat sich gegenüber 2012 um über 3.800 Stück vermehrt und beträgt nun 405.077. Diese Tiere produzieren bereits 86% der abgelieferten Milchmenge. Dies geht aus dem soeben erschienenen Jahresbericht 2014 der ZAR (Rinderzucht Austria) hervor. Der Bericht enthält die aktuellsten, von der ZuchtData ausgewerteten Zahlen. Das Steigen der Kontrollkuhzahl bei sinkendem Milchkuhbestand ist laut ZAR ein klares Indiz für die Professionalisierung in der österreichischen Rinderwirtschaft. "Die Bauern brauchen und wollen Taten für das Management ihrer größer werdenden Herden. Immerhin ist die Herdendurchschnittsgröße 2013 bei 18 Kühen pro Betrieb angelangt und wird in Zukunft auch entsprechend steigen", teilt der Verband mit.

Bei der Milchleistung lag 2013 die Rasse Holstein Friesian mit fast 8.500 kg Milch an der Spitze, gefolgt von Fleckvieh und Braunvieh mit jeweils mehr als 7.000 kg. Insgesamt werden zwölf Rinderrassen von der Milchleistungskontrolle erfasst, darunter sind auch traditionelle und regionale wie Pinzgauer, Tuxer, Murbodner, Pustertaler Sprintzen, Waldviertler und Kärntner Blondvieh sowie Ennstaler Bergschecken. Die durchschnittliche Milchleistung aller Kontrollkühe betrug im Berichtsjahr 7.200 kg bei 4,14% Fett und 3,40% Eiweiß.

Milchleistungsprüfung ist wesentlicher Bestandteil der heimischen Rinderzucht

Die Milchleistungsprüfung in Österreich wird schon seit 60 Jahren auf der Grundlage der internationalen Bestimmungen von ICAR durchgeführt. Die Prüfung der einzelnen Faktoren, wie Milchmenge, Zellzahl, Fett- und Eiweißgehalt erfolgt von den derzeit 1.750 Kontrollorganen der einzelnen Landeskontrollverbände. Daneben werden auch Laktose- und Harnstoffgehalt festgestellt.

"Die Milchleistungsprüfung ist ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Rinderzucht und Voraussetzung für die Teilnahme an der Zuchtvieh-Vermarktung sowie am Export. Die laufende Steigerung des Kontrollkuhanteils ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Rinderzucht im globalen Markt von großer Bedeutung. Unsere Bauern bevorzugen leistungsstarke, gesunde Rinder mit hohen Fitness- und Fruchtbarkeitswerten", stellt die ZAR fest.

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