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AGRARIA als internationales Schaufenster der Rinderzucht

Hochrangige Delegationen aus Tunesien, Algerien und der Türkei kamen zur größten Landwirtschaftsmesse Österreichs nach Wels, um mit der RINDERZUCHT AUSTRIA Gespräche über Exportmöglichkeiten von österreichischem Zuchtvieh zu führen.

Die algerische Delegation beim Informationsaustausch mit der RINDERZUCHT AUSTRIA

Die AGRARIA in Wels ist seit jeher für die österreichische Rinderzucht ein wichtiger und fixer Treffpunkt. Beim neuen Messekonzept, das eine Trennung von Herbstmesse Anfang September und reiner Fachmesse vom 26. bis 29. November vorsah, war auch die RINDERZUCHT AUSTRIA mit Engagement dabei, um das Fachpublikum bestmöglich über die hervorragende heimische Rinderzucht zu informieren.

Die größte Landwirtschaftsmesse Österreichs stellte auch heuer wieder mit ihren Tierschauen ein einmaliges Schaufenster der österreichischen Rinderzucht dar, dessen Qualität und Leistungen weit über die Landesgrenzen hinaus geschätzt werden. Im Jahr 2013 konnten über 24.000 Stück hochwertiges Zuchtvieh in über 25 Länder exportiert werden. „Wir nutzen die AGRARIA als Plattform für unsere internationalen Partner, um den Zuchtviehexport zu forcieren, der für unsere heimischen Rinderhalter eine unverzichtbare Einnahmenquelle und auch eine marktentlastende Maßnahme darstellt“, so ZAR-Obmann Anton Wagner.

Die hochrangigen Vertreter der tunesisichen und algerischen Delegation mit ZAR-Obmann Anton Wagner, Dr. Konrad Blaas vom Agrarministerium und ZAR-GF Mag. Franz Sturmlechner

So war die heurige Fachmesse eine gute Gelegenheit zum Austausch mit den hochkarätigen Vertretern der Delegationen aus Tunesien, Algerien und der Türkei, die sich diesmal auf der internationalen Gästeliste der AGRARIA fanden. Die nordafrikanischen sogenannten Maghreb-Länder Tunesien und Algerien sind zur Zeit an Investitionen und am Ausbau der landwirtschaftlichen und industriellen Produktionskapazitäten interessiert. Der tunesische Landwirtschaftsminister Lassaad Lachaal, der auf Einladung von Bundesminister Andrä Rupprechter mit seinem Generaldirektor für Viehzucht nach Wels kam, berichtete, dass Tunesien an einer Weiterentwicklung der Milchbranche, vor allem an einer Verbesserung der Milchqualität, bestrebt sei. Deshalb möchte Tunesien die Zusammenarbeit mit den österreichischen Rinderzüchtern, deren Pilotprojekte bis 1971 zurückgehen, wieder aufnehmen und zu einer offiziellen Partnerschaft ausbauen.

 

ZAR-Obmann Anton Wagner, Dr. Konrad Blaas und Landesrat Max Hiegelsberger stellten sich den Fragen der ausländischen Gäste

Weiters konnte ZAR-Geschäftsführer Franz Sturmlechner eine algerische Delegation mit Vertretern aus der staatlichen Besamungsstation, des Milchverbandes und der Molkereien in Wels begrüßen. „Algerien zählt zu den wichtigsten Abnehmern österreichischen Zuchtviehs in den vergangenen Jahren. Im ersten Halbjahr 2014 konnten bereits über 5.000 Stück dorthin geliefert werden“, betonte Sturmlechner. Neben Rinderschau, Präsentationen und Betriebsbesichtigungen stand auch ein Round-Table mit Vertretern österreichischer Unternehmen am Programm.

Zugleich wurden mit einem weiteren wichtigen Exportland, nämlich der Türkei, die Kontakte vertieft und mit Vertretern des türkischen Landwirtschaftsministeriums und mit Provinzdirektoren Gespräche über weitere Zuchtviehankäufe geführt.

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