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ADDA-Projektstart

RINDERZUCHT AUSTRIA zieht unter der Leitung der veterinärmedizinischen Universität ein "Mega-Projekt" an Land.

ADDA-Start am 9.September 2014 in der ZAR

Die österreichische Milchwirtschaft steht vor großen Herausforderungen, einerseits durch den gegenwärtigen Strukturwandel auf Seiten der Milchbetriebe und andererseits durch den Wettbewerb mit global agierenden Milchverarbeitern, die zunehmend auf den österreichischen Markt drängen. Die RINDERZUCHT AUSTRIA versucht diesen Anforderungen etwas entgegen zu setzen und hat in mehr als 2-jähriger Vorbereitungszeit zusammen mit 12 wissenschaftlichen Partnern und 30 Wirtschaftspartnern ein umfangreiches Kooperationsprojekt eingereicht und nun von internationalen Kuratoren den Zuschlag bekommen. „Wir haben uns auch deshalb mit aller Kraft um dieses Projekt bemüht, da unsere Zuchtbetriebe 86 % der in Österreich abgelieferten Milch erzeugen und in Zukunft nur die Rinderzucht in bäuerlicher Hand auf züchterische Fehlentwicklungen reagieren kann. Alleine das Zustandekommen des Projekts kann bereits als Erfolg gewertet werden“, freut sich ZAR-Obmann Anton Wagner. „Das Ziel von ADDA ist daher die Schaffung eines nationalen österreichischen Kompetenzzentrums- und netzwerks zur Sicherung und Unterstützung einer nachhaltigen und profitablen Wertschöpfungskette Milch. In einem umkämpften und ständigen Änderungen unterworfenen Umfeld wie dem Milchsektor müssen wir alle Kräfte bündeln, damit wir uns auch künftig wirtschaftlich behaupten können“, so Wagner weiter.


Mag. Franz Sturmlechner stellte die Eckpunkte des Projektes dar: „Das Volumen des Gesamtprojektes umfasst über € 2,5 Mio. Die gesamte Leitung des Projektes obliegt der VetMedUni Wien unter Prof. Martin Wagner. Dort wurden auch unter Mithilfe des Forschungskoordinators Dr. Hermann Schobesberger die notwendigen Vorarbeiten für den Projektantrag koordiniert. Der Baustein II des zweiteiligen Projekts wird mit Dr. Christa Egger-Danner, ZuchtData GmbH, von einer sehr erfahrenen und kompetenten Projektleiterin aus der Rinderzucht koordiniert. Die ZAR wird nicht nur umfangreiche Human Ressourcen einbringen, sondern auch entsprechende monetäre Mittel in den kommenden drei Jahren für das Projekt bereitstellen. Eine hochintegrierte Lebensmittelproduktion kann nur mittels der ständigen Entwicklung und Verwirklichung von innovativen Konzepten und Lösungsansätzen gesichert werden. Der Erhalt und weitere Ausbau eines höchstmöglichen Gesundheitsniveaus der Milch produzierenden Tiere ist Voraussetzung, um die Sicherheit und Qualität des gewonnenen Lebensmittels gewährleisten und steigern zu können. Die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit der in der Milchwirtschaft tätigen Unternehmen müssen dabei jedenfalls nachhaltig garantiert werden. Dies kann einzig durch eine möglichst intensive Zusammenarbeit der wissenschaftlichen wie auch praktischen Experten entlang der gesamten Lebensmittelkette Milch erreicht werden.“


Die grundsätzlichen Ziele des Projektes ADDA sind:
> Die Bündelung der wesentlichen, mit dem Milchsektor befassten wissenschaftlichen Institutionen, der Universität für Veterinärmedizin Wien (VetMedUniWien), der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) in Gemeinschaft mit der Forschungsexpertise jener Unternehmen, die die Innovation auf dem Gebiet der Futter- und Lebensmittelwissenschaften vorantreiben.
> die Bündelung und das „an einen Tisch bringen“ aller Stakeholder, „from stable to table“, beginnend von den landwirtschaftlichen Betriebe, den wesentlichen österreichischen Molkereien und Milchlabors und weiterer relevanter Unternehmen, der bestehenden Tiergesundheitsdienste und Landeskontrollverbände sowie nationaler Branchenverbände, Behörden und Interessensvertretungen.
> Die Sicherung der nationalen Wertschöpfungskette Milch mittels der Demonstration der Anwendbarkeit  und Verwirklichung von Innovationen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette Milch.
„Als bundesweite Dachorganisation ist es uns ein großes Anliegen, die Züchter und die Partnerorganisationen über die Projektfortschritte in regelmäßigen Schritten am Laufenden zu halten“, garantiert Sturmlechner.
 

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